Der Runde Tisch der Bundesregierung geht in die richtige Richtung, reicht aber nicht aus. Was nützen Lippenbekenntnisse für mehr Prävention, wenn die Beratungsstellen vor Ort am Rande ihrer Finanzierbarkeit stehen?

Wir brauchen Lösungen, die bei den Betroffenen ankommen. Dazu gehören unter anderem:

  • Beratungs- und Hilfsangebote müssen ausreichend ausgestattet sein. Die schlechte Finanzlage der Kommunen bringt viele Beratungsstellen an ihre Grenzen. Daher müssen die Kommunen wieder in die Lage versetzt werden, ihre Aufgaben wahrzunehmen.

  • Beratungs- und Hilfsangebote wie die kostenlose Hotline "Nummer gegen Kummer" müssen in jeder Kita, in jeder Schule und in jedem Internat bekannt sein. Eltern und vor allem Kinder müssen wissen, wo sie sich vertraulich und anonym hinwenden können.

  • Wir brauchen eine bundesweite Informationskampagne, um bestehende Angebote bekannter zu machen.

  • Für Kinder und Jugendliche muss es unabhängige Vertrauens-personen geben, die entsprechend fortgebildet sind.

Es ist erforderlich, dass das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen aufgearbeitet wird.

Die Bundesregierung muss zügig den neuen Aktionsplan zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt auf den Weg bringen. Das fordert die SPD-Bundestagsfraktion schon seit langem.

Am Runden Tisch wird die SPD-Bundestagsfraktion von ihrer Kinderbeauftragten Marlene Rupprecht vertreten.