Projekt Zukunft: #NeueGerechtigkeit

In den kommenden Jahren steht Deutschland vor neuen Herausforderungen: Die Digitalisierung, die Globalisierung, der demographische Wandel oder auch die Bedrohung der inneren und äußeren Sicherheit verändern die Art und Weise, wie wir künftig leben, lernen und arbeiten. Für den Einzelnen wie auch für die Wirtschaft entstehen enorme Chancen, aber auch Risiken. Klar ist: Dieser Wandel lässt sich gestalten. Dank der sozialdemokratischen Reformen können wir diese neuen Gerechtigkeitsfragen aus einer Position der wirtschaftlichen Stärke heraus beantworten.

Zentrale Ziele der SPD-Fraktion sind wirtschaftliche Stärke und soziale Gerechtigkeit. Denn nur eine gerechte Gesellschaft ist eine starke Gesellschaft, die für die Zukunft gewappnet ist. Gerechtigkeit ist die Voraussetzung für Fortschritt. Fortschritt ist notwendig, denn der wirtschaftliche Erfolg kommt nicht von selbst.

Im Rahmen eines breit angelegten Dialogs wird die SPD-Bundestagsfraktion in den kommenden Monaten Antworten auf zentrale Zukunftsfragen erarbeiten. In sechs Projekten [PDF, nicht barrierefrei] suchen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nach Lösungen für die Herausforderungen von morgen. Anschließend sollen die erarbeiteten Konzepte unmittelbar in die parlamentarische Arbeit der SPD-Bundestagsfraktion einfließen.

Hier ein Überblick über die Projektgruppen:

 

(Foto: iStock.com/ PeopleImages)

#NeueZeiten

Arbeits- und Lebensmodelle im Wandel

Die Anforderungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ändern sich immer schneller, die Digitalisierung sprengt klassische Arbeitszeitmodelle; Unsicherheiten und Dauerstress drohen. Darauf müssen Unternehmen, der Gesetzgeber und die Gesellschaft reagieren. Die Projektgruppe will vor allem eine neue Balance beruflicher Flexibilität einerseits und ausreichender Planbarkeit für Privatleben und Familie andererseits erarbeiten. Welche Modelle sind denkbar? Projektleiter ist Martin Rosemann, Stellvertreterin: Ulrike Bahr …weiter

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#NeueChancen

Wertschätzung für Bildung und Arbeit

Die Arbeit der Menschen in Europas stärkster Wirtschaftsnation muss mehr wertgeschätzt werden – auch die Arbeit derjenigen ohne hohe Bildungsabschlüsse. Es bedarf zudem mehr Bildungschancen. Das ist nicht nur ein Grundrecht, sondern angesichts des Fachkräftemangels dringend notwendig. Bildungsförderung in einem sozial gerechten System muss das Ziel sein. Die Projektgruppe lotet aus, wie sich mehr Unterstützung für nichtakademische Berufe und die Berufsausbildung generieren lässt. Welche Hebel müssen betätigt werden, damit Bildungserfolg auch beruflicher Erfolg wird? Projektleiter ist Oliver Kaczmarek, Stellvertreterin: Daniela De Ridder …weiter

(Foto: Oliver Sved/Fotolia.com)

#NeueErfolge

Vorsprung durch Innovation

Deutschland ist im internationalen Wettbewerb hervorragend aufgestellt. Doch Erfindergeist und Kreativität müssen immer neu freigesetzt werden können. Innovationen können das Leben spürbar verbessern und den Wohlstand sichern. Dazu muss man daran arbeiten, die Bedingungen für High Tech und neue Geschäftsmodelle made in germany zu verbessern. Die Projektgruppe nimmt sich den Potenzialen einer freien Forschung an und will der Frage nachspüren, wie sich Innovationstreiber früher identifizieren lassen und neue Technologien als Chance für die Lebenswelt wahrgenommen werden. Wie weckt man Gründergeist und Risikobereitschaft besser? Projektleiterin ist Sabine Poschmann, Stellvertreter: Dirk Wiese …weiter

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#NeuesMiteinander

Einwanderungsland Deutschland

Ohne Einwanderung wäre Deutschland wirtschaftlich und kulturell ärmer. Die SPD-Fraktion trägt dem Rechnung und plädiert für ein modernes Einwanderungsgesetz, das das bestehende Regelungsgestrüpp anpasst und vereinigt. Einwanderung lässt sich aber nur gemeinsam mit der Gesellschaft gestalten. Deshalb bedarf es Regelungen für unser Zusammenleben. Die Projektgruppe erarbeitet Antworten, wie ein modernes Einwanderungsrecht aussehen muss, das zugleich die Interessen der hier leben Arbeitenden schützt. Welche Regeln braucht eine offene Gesellschaft und wie setzt man das um? Projektleiterin ist Christina Kampmann, Stellvertreter: Karamba Diaby …weiter

(Foto: U. Gernhoefer/photocase.com)

#NeuerZusammenhalt

Gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland

Gleichwertige Lebensverhältnisse sind als Ziel im Grundgesetz verankert. Die Einheitsfrage stellt sich inzwischen neu, nicht mehr nur zwischen Ost und West, sondern quer durchs Land. Die Schere zwischen prosperierenden und notleidenden Kommunen geht weiter auseinander. Deutschlands Stärke liegt jedoch im solidarischen Ausgleich zwischen den Regionen. Darum arbeitet die Projektgruppe daran, den regionalen Fliehkräften entgegenzuwirken. Wie kann es in Deutschland auch räumlich gerecht zugehen? Projektleiter ist Jens Zimmermann, Stellvertreterin: Svenja Stadler …weiter

(Foto: iStock.com/AlexandrShevchenko)

#NeueLebensqualität

Morgen gut leben

Die Möglichkeit, gut leben zu können, sollte nicht vom Geldbeutel oder dem sozialen Status abhängen. Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, jederzeit erreichbare Gesundheitsversorgung und gute Umweltbedingungen. Die Projektgruppe denkt deshalb über Schritte nach, gesunde und nachhaltige Lebensweisen zu etablieren, bezahlbare und hochwertige Lebensmittel allen zur Verfügung stellen zu können und verantwortungsvollen Konsum nicht als Luxusthema zu begreifen. Wie kann man allen Menschen eine gesunde, qualitätsvolle Ernährung ermöglichen, ohne die Verbraucher zu bevormunden? Projektleiterin ist Marina Kermer, Stellvertreter: Carsten Träger …weiter