Die strafrechtliche Verfolgung von Kriegsverbrechen in Syrien und Irak vor deutschen Gerichten

Wider die Straflosigkeit

Zeitraum
Mittwoch, 25.09.2019 19:00–21:30
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Anmeldeschluss (Präsenz)
Freitag, 20.09.2019 09:45
Abgeordnete

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

gegenwärtig finden in einigen europäischen Staaten wegweisende Ermittlungen und Strafverfahren gegen Personen statt, denen Mord, Folter und Entführungen in Syrien und im Irak vorgeworfen werden. Möglich werden diese Verfahren, weil sich sowohl Opfer als auch Verdächtige in Europa aufhalten.

Die Verfahren sind die ersten Schritte, Kriegsverbrechen in den betreffenden Ländern zu verfolgen und zu ahnden. Sie zeigen, dass diejenigen, die Verbrechen und schweres Leid in Syrien und im Irak zu verantworten haben, auch in Europa verfolgt und zur Verantwortung gezogen werden können.

Das Weltrechtsprinzip ermöglicht es nationalen Gerichten in Drittstaaten neben ihrer regulären Zuständigkeit, Völkerstraftaten juristisch aufzuarbeiten und Täter zu belangen. Dies in der Praxis durchzusetzen, stößt oftmals an Grenzen, da nicht jedes Kriegsverbrechen in Deutschland aufgeklärt werden kann.

Die SPD-Bundestagsfraktion will sich daher mit der Frage beschäftigen, wie deutsche Gerichte und Strafverfolgungsbehörden sowie der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag besser bei der Verfolgung schwerster Völkerstraftaten unterstützt werden können und welche konkreten Maßnahmen auch auf Seiten der Gesetzgebung notwendig sind.

Über Ihr Erscheinen freuen wir uns und bitten um Ihre Anmeldung unter presseanmeldung@spdfraktion.de

Veranstaltungsort

Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
Platz der Republik 1
11011 Berlin

    Programm

    19:00 Uhr

    Begrüßung und Einführung
    Gabriela Heinrich, MdB

    Stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe

    19:05 Uhr

    Einführung
    Professor Dr. Christoph Safferling,

    Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht an der
    Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen

    19:20 Uhr

    Podiumsdiskussion
    Christine Lambrecht MdB,

    Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz
    Prof. Dr. Beate Rudolf,
    Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte
    Prof. Dr. Christoph Safferling,
    Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Völkerrecht, FAU Nürnberg-Erlangen
    Frank Schwabe MdB,
    Sprecher der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe

    20:50 Uhr

    Fazit und Schlusswort
    Gabriela Heinrich, MdB

    Stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe

    21:00 Uhr

    Empfang

    Hinweis zum Datenschutz

    Foto- und Filmaufnahmen von Gästen und Mitwirkenden der Veranstaltung können im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Veranstaltung in Online-Medien, in sozialen Netzwerken, Printpublikationen und sonstigen Massenmedien veröffentlicht werden.
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