„Mehr Lohngerechtigkeit oder immer größere Einkommensschere?“
Der „kleine“ Unterschied - Ost-West-Lohngefälle in Deutschland
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach über 20 Jahren Deutscher Einheit gibt es immer noch Einkommensunterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern. Die Einkommensunterschiede beziffert die Friedrich-Ebert-Stiftung auf durchschnittlich 16%. Dass für die gleiche Arbeit ein unterschiedliches Einkommen gezahlt wird, ist ein unerträglicher Zustand und zeugt von mangelnder Wertschätzung.
Die SPD-Bundestagfraktion fordert daher schon seit geraumer Zeit einen gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Ein wichtiger Schritt wäre die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, denn 23% der Beschäftigten arbeiten bundesweit im Niedriglohnsektor. In Sachsen erhalten ca. 27% einen Niedriglohn und in Leipzig mehr als jeder Dritte Beschäftige – Tendenz steigend.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung sieht jedoch weiterhin keine Notwendigkeit weder für einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 €, noch für eine Initiative zur Überwindung des Ost-West-Lohngefälles. Die Einkommensverhältnisse zu gestalten sei Aufgabe der Tarifparteien. Die Realität zeigt aber: Das funktioniert nicht und führt mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung zu einer eklatanten Lohnlücke. Gründe hierfür liegen in der schlechten Tarifbindung, der hohen Arbeitslosigkeit und dem geringen gewerkschaftlichen Organisationsgrad in den neuen Ländern.
Die SPD-Bundestagsfraktion kämpft weiterhin für einen gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Egal ob in Ost oder West. Wir setzen uns für den gesetzlichen Mindestlohn ein und wollen mit Ihnen darüber diskutieren, welche Schritte zur Lohnangleichung von Ost und West beitragen können.
Daher laden wir Sie im Namen der SPD-Bundestagsfraktion zu unserer Veranstaltung ein, um gemeinsam mit Ihnen über dieses wichtige Thema ins Gespräch zu kommen.
Ihre SPD-Bundestagsfraktion
Daniela Kolbe, MdB
SPD-Bundestagsfraktion
Wolfgang Gunkel, MdB
SPD-Bundestagsfraktion
Alte Nikolaischule Leipzig
Aula
Nikolaikirchhof 2
04109 Leipzig
Programm
18.00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Daniela Kolbe, MdB
Wolfgang Gunkel, MdB
18.10 Uhr
Eingangsreferat
Ines Jahn
Geschäftsführerin Ver.di
Leipzig/Nordsachsen
18.25 Uhr
Statement aus Arbeitnehmer(-innen)sicht
Jens Köhler,
Betriebsratsvorsitzender BMW Leipzig
18.40 Uhr
Podiumsdiskussion mit
Ines Jahn,
Ver.di Leizig/Nordsachsen
Jens Köhler,
BR BMW Leipzig
Moderation:
Daniela Kolbe, MdB
19.55 Uhr
Schlusswort
Daniela Kolbe, MdB
20.00 Uhr
Ausklang der Veranstaltung bei einem kleinen Empfang
(Gelegenheit zu weiteren Gesprächen und gemütlichem Beisammensein – für Essen und Getränke ist gesorgt)
Hinweis
Tagungsort
Aula
Alte Nikolaischule Leipzig
Nikolaikirchhof 2
04109 Leipzig
Einlass ab 17.30 Uhr
Rückantwort nur bei Teilnahme
Um Antwort per Fax oder E-Mail wird bis zum 28.05.2012 gebeten.
Kontakt
Daniela Kolbe, MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik
11011 Berlin
Telefon (030) 227-75429
Telefax (030) 227-76671
E-Mail daniela.kolbe@bundestag.de