Tarifparteien zeigen gesamtwirtschaftliche Verantwortung
Die heutige Einigung zwischen den Tarifpartnern ist zu begrüßen. Mit dem gefundenen Ergebnis werden die Tarifparteien ihrer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung gerecht. Die getroffene Vereinbarung ist gerade in der Wirtschaftskrise ein wichtiger Beitrag zur Beschäftigungssicherung und stärkt durch die erzielte Lohnerhöhung von 2,7 Prozent die private Binnennachfrage.
Gesamtwirtschaftlich gesehen entspricht der Abschluss genau den Forderungen der SPD-Bundestagsfraktion: Die Beschäftigten erlangen einen fairen Anteil an der Wertschöpfung, gleichzeitig wird durch die steigenden Löhne ein Nachfrageschub in der Binnenwirtschaft ausgelöst. Vielversprechend sind auch die Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung. Das bewährte Instrument der Kurzarbeit wird von den Tarifpartnern durch ein Modell der tariflichen Kurzarbeit ausgebaut. Dies geht Hand in Hand mit Regelungen zum Kündigungsschutz und zur Verkürzung der Arbeitszeit.
Die Sozialpartner der nordrhein-westfälische Metallindustrie haben damit einen wegweisenden Kompromiss gefunden, der als Signal für ganz Deutschland gelten sollte.