Syrien: Schließung weiterer Botschaften erhöht den Handlungsdruck auf Russland und China
Die Schließung der Botschaften des Golf-Kooperationsrates in Syrien ist ein weiteres deutliches Signal an Russland und China, ihre Blockadepolitik im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu überdenken, sagt Günter Gloser.
Angesichts von über 8.000 Toten seit dem Beginn des Aufstandes gegen das Assad-Regime vor einem Jahr, der Flucht von rund 15.000 Menschen, dem Aufbau von Minenstreifen an der syrischen Grenze und der fortgesetzten Halsstarrigkeit des Regimes haben nun auch die Staaten des Golf-Kooperationsrates ihre Botschafter aus Syrien abgezogen und die Botschaften geschlossen. Dies ist ein weiteres deutliches Signal an Russland und China, ihre Blockadepolitik im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu überdenken, eine Syrien-Resolution zu unterstützen und zu einer Beilegung des Konfliktes beizutragen.
Die EU berät in der kommenden Woche den kompletten Abzug ihrer Botschafter. Da in Syrien nach Einschätzung der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft zudem 1,4 Millionen Menschen von Lebensmittelknappheit bedroht sind, muss das Fortschreiten der humanitären Katastrophe verhindert werden. Andernfalls werden noch mehr Unbeteiligte Opfer der menschenverachtenden Kompromisslosigkeit Assads.