Schwarz-Gelb ignoriert Gesundheit der Kinder bei Spielzeug
Die Gesundheit der Kinder im Umgang mit ihren Spielsachen spielt offenbar für Schwarz-Gelb keine Rolle. Wie Chemikalien auf die Kindergesundheit wirken, werden beispielsweise im heute debattierten Antrag zur Spielzeugsicherheit nicht berücksichtigt, erklärt Elvira Drobinski-Weiß. Die SPD-Fraktion hat bereits im Juni Vorschläge zum Schutz der Kinder vorgelegt. Aber Schwarz-Gelb bleibt beim Prinzip: Im Zweifel für die Wirtschaft.
Wie ernst ist es Schwarz-Gelb mit dem Schutz der Kinder vor gefährlichem Spielzeug wirklich? Wichtige Forderungen fehlen im Antrag: So nehmen die Regierungsfraktionen zum Beispiel untätig hin, dass Kinderspielzeug weiterhin Duftstoffe enthalten darf, die Allergien auslösen können.
Kombinationswirkungen verschiedener Chemikalien auf die Kindergesundheit werden bisher überhaupt nicht berücksichtigt. Daran will Schwarz-Gelb auch nichts ändern. Auch das bisher wenig erforschte Nanomaterialien in Spielzeug zum Einsatz kommen können ist kein Problem für CDU/CSU und FDP. Das Vorsorgeprinzip als wichtigster Grundsatz, wenn es um den Schutz von Kindern geht, kommt in ihrem Antrag gar nicht vor. Und wie ernst ist es der Koalition mit der Einführung einer verpflichtenden Überprüfung der Sicherheit von Kinderspielzeug durch unabhängige Dritte? Schließlich waren es doch auch CDU/CSU und FDP, die die EU-weite Einführung der verpflichtenden Drittprüfung im Europaparlament verhindert haben.
Mit unserer "Offensive für einen wirksamen Schutz der Kinder vor Gift in Spielzeug" liegen bereits seit Juni detaillierte Vorschläge vor, mit denen die Sicherheit von Kinderspielzeug tatsächlich verbessert werden kann. Man kann von Eltern nicht erwarten, dass sie Chemieexperten sind: Sie sollen sich darauf verlassen können, dass auf dem Markt erhältliches Spielzeug ungefährlich für ihre Kinder ist.
Aber Schwarz-Gelb bleibt bei seiner Klientelpolitik: Im Zweifel für die Wirtschaft, denn Kinder haben keine Lobby.