Pressemitteilung

Schavan muss Widerstand gegen weiteren Ganztagsschulausbau aufgeben

Zu dem anhaltenden Widerstand von Bundesministerin Annette Schavan gegen den weiteren Ganztagsschulausbau erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann:

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen als eine gesamtstaatliche, nationale Aufgabe. Annette Schavan stemmt sich allerdings wieder einmal mit Nachdruck gegen den weiteren Ausbau ganztägiger Schulangebote. Im Fachausschuss des Bundestages hat sie dieser Forderung wiederholt eine Absage erteilt. Das war schon beim ersten, von Edelgard Bulmahn durchgesetzten Ganztagsschulprogramm vor sechs Jahren so, und es wiederholt sich heute. Diese Position ist umso unverständlicher, denn PISA und auch die nationalen Bildungsberichte belegen erneut, dass neben der individuellen Förderung die Stärkung der Bildungsinstitutionen - Kitas, Schulen und Hochschulen - der Schlüssel zum Bildungserfolg ist.

Ganztagsschulen sind kein Allheilmittel für alle Schulprobleme und sie führen auch nicht direkt zu besseren schulischen Spitzenleistungen. Aber unzweifelhaft ist, dass sie die notwendigen zeitlichen und pädagogischen Freiräume schaffen, um über mehr und individuelle Förderung allen Kindern und Jugendlichen bessere Bildungschancen zu geben. Sie sind ein guter Weg, um die vielkritisierte soziale Benachteiligung im Bildungssystem aufzubrechen. Der Widerstand der Schulminister aus den unionsgeführten Ländern war erwartbar, die konservative "Einheitsfront gegen Ganztagsschulen" sollte aber eigentlich überwunden sein. Bundesbildungsministerin Schavan wird mit ihrer halsstarrigen Weigerung weder der Herausforderung noch ihrem Amt gerecht.

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Legislatur
  • 17. Wahlperiode
PM-Nummer
1738
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Abgeordnete
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