Pressemitteilung

Frauen sind der Motor für wirtschaftliches Wachstum

Zur Debatte anlässlich des 100. Internationalen Frauentages am 8. März und des Antrags der SPD-Bundestagsfraktion "Gleichberechtigung in Entwicklungsländern" erklärt die zuständige Berichterstatterin Karin Roth:

Bereits vor 100 Jahren gingen eine Million Frauen für ihre Rechte, insbesondere das Wahlrecht, auf die Straße. An der Spitze dieser Bewegung stand die Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin. Bis heute setzen sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten für die Unterstützung der Frauen im Kampf um Gleichberechtigung hierzulande aber auch in Solidarität und Verbundenheit mit den Frauen weltweit ein.

Speziell in den Entwicklungsländern bedeutet Gleichberechtigung das Überleben von Millionen Frauen. 75 Prozent der unbezahlten Arbeit übernehmen dort Frauen. Die Armut ist weiblich. Es bestehen nur geringe Chancen auf eine Universitätsausbildung und auf eine Leitungsfunktion in Politik oder Wirtschaft. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden.

Aus diesem Grund verlangt die SPD-Bundestagsfraktion von der Bundesregierung die Unterstützung der Frauenrechte in Entwicklungsländern, die Einführung der Zielgröße Gender mit einem gesonderten Budget und die Fortsetzung des Gender-Aktionsplanes im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit über 2012 hinaus.

Bereits im Jahr 2000 forderten die Vereinten Nationen die Gleichberechtigung von Frauen als zentrales Millenniums-Ziel um die wirtschaftliche und soziale Lage in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verbessern. Sie haben erkannt, dass Frauen der Motor für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Verantwortung sind. Überall dort, wo Frauen die Chance auf Schulbildung und Studium erhalten, gehören sie zu den Besten und übernehmen Verantwortung   nicht nur in Entwicklungsländern sondern auch bei uns. Die Einführung von Quotenregelungen in einigen Entwicklungsländern ermöglichte die Repräsentanz des Weiblichen im Parlament. Zum Beispiel konnte in Angola der Frauenanteil im Parlament auf 38 Prozent erhöht werden. Die Einführung der Frauenquote ist ein wichtiger Schritt, dem viele weitere folgen müssen. Nur durch gezielte Frauenförderung kann ein Fortschritt realisiert werden.

Die Diskriminierung der Frauen hat viele Gesichter. Besonders grausam ist der Einsatz von sexueller Gewalt als Form der Kriegsführung wie beispielsweise die Massenvergewaltigung im Kongo oder die Praktizierung von Genitalverstümmelung trotz gesetzlicher Verbote an 140 Millionen Frauen. Allein in Ägypten sind 91 Prozent der Frauen zwischen 15 und 49 von Genitalverstümmelung betroffen. Die demonstrierenden Frauen auf dem Tahir-Platz sollten jetzt unterstützt und ihnen eine politische Stimme verliehen werden.

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  • 17. Wahlperiode
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212
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