EU-Bildungsbericht: Deutschland braucht eine neue Gemeinschaftsanstrengung für bessere Bildung
Nachhaltige Investitionen in die Bildungsinfrastruktur durch Bund, Länder und Kommunen sind das Gebot der Stunde. Der am Dienstag veröffentlichte aktuelle EU-Bildungsbericht zeigt leider auf, dass Deutschland hier trotz erster Erfolge nach dem Pisa-Schock immer noch einen hohen Nachholbedarf hat.
Statt einer unsinnigen Bildungskonkurrenz ist hier jetzt auch das Zusammengehen der Länder untereinander und der Länder mit dem Bund überfällig.
Wir brauchen in Deutschland eine neue Gemeinschaftsaufgabe Bildung, um die großen Zukunftsaufgaben gemeinsam angehen zu können, nämlich eine deutlich bessere frühkindliche Grundbildung, mehr Integration, den Ausbau von guter Ganztagsschule für alle, gemeinsame Qualitätsstandards in den weiterführenden Schulen und eine Berufsausbildungsgarantie für jeden jungen Menschen.
Europa und der EU-Bildungsbericht zeigen auf, dass Länder mit mehr Wertschätzung für die Arbeit der Pädagogen, mehr Kooperation im pädagogischen Netzwerk von Eltern, Kindertagesstätten, Schulen und außerschulischen Einrichtungen bessere Leistungen für Ihre Kinder und Jugendlichen erbringen.
Statt durch unsinnigen Streit um Schulstrukturen von der Bestenförderung für alle Kinder abzulenken, ist auch hier ein nationaler Schulkonsens erforderlich.