Es ist richtig, die Sicherheitsvorkehrungen für den Frachtverkehr zu überprüfen und auch beim Luftverkehr mit dem Jemen insgesamt besondere Sorgfalt walten zu lassen. Man sollte das Kind aber auch nicht aufgrund von aktuellen Meldungen mit dem Bade ausschütten. Der Jemen braucht keine plötzlichen Feuerwehraktionen, sondern vielmehr eine langfristige und sehr aufmerksame Unterstützung bei der Lösung seiner vielfältigen Probleme.

Der richtige Ansatz dafür ist die Gruppe "Friends of Yemen", in der regionale und westliche Partner erstmals gemeinsam in einem umfassenden Gesprächsprozess über Lösungen beraten. Es ist richtig und wichtig, dass sich auch Deutschland aktiv an diesem Prozess beteiligt und darauf drängt, dass entsprechende Lösungen dann auch von Präsident Saleh und seiner Regierung nachhaltig umgesetzt werden. Dafür wird die SPD-Bundestagsfraktion sich weiterhin aktiv einsetzen und die Situation im Jemen auch jenseits von aktuellen Terrorwarnungen gründlich beobachten.