Bundesregierung muss Vorbereitungen für Zulassung von Gigalinern stoppen
Wir fordern die Bundesregierung auf, die Vorbereitungen für den bundesweiten Feldversuch zu stoppen. Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass der Einsatz von Gigalinern oder sogenannten Eurocombis zu einer Transportverlagerung von der Schiene auf die Straße führen würde. Eine solche Entwicklung widerspräche jeglicher verkehrspolitischer und klimapolitischer Vernunft, erklären Kirsten Lühmann und Uwe Beckmeyer.
Die Bundesregierung will im Frühjahr 2010 in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe den deutschlandweiten Feldversuch für Gigaliner vorbereiten. Die Laufzeit ist bis Ende 2012 geplant. (Antwort auf Kleine Anfrage Drucksache 17/294)
Wir fordern die Bundesregierung auf, die Vorbereitungen für den bundesweiten Feldversuch zu stoppen. Bei der Beantwortung von Fragen zu negativen Folgen für die Infrastruktur, die Verkehrssicherheit sowie mögliche volkswirtschaftliche Effekte durch die Verlagerung von Schienenverkehren auf die Straße, versteckt sich die Bundesregierung hinter dem geplanten deutschlandweiten Feldversuch und verweist auf die geplanten Untersuchungen.
Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass der Einsatz von Gigalinern oder sogenannten Eurocombis zu einer Transportverlagerung von der Schiene auf die Straße führen würde. Eine solche Entwicklung widerspräche jeglicher verkehrspolitischer und klimapolitischer Vernunft.
Auch die Verkehrsministerkonferenz der Länder hatte sich 2008 gegen eine Fortführung des damaligen Feldversuchs ausgesprochen. Die Infrastruktur des bundesdeutschen Fernstraßennetzes lässt eine deutliche Erhöhung von Verkehren mit übergroßen Fahrzeugen nicht zu. Der geplante Feldversuch bringt erhebliche Probleme mit sich und führt zu erhöhten Gefahren im Straßenverkehr.