Trotz aller Warnungen lässt die Regierungskoalition 15-Jährige aufs Moped. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, der ADAC, die Deutscher Verkehrswacht, der ACE, der AvD und viele andere haben mehrfach größte Bedenken gegen dieses Gesetzesvorhaben geäußert. Aber CDU/CSU und FDP zeigten sich davon völlig unbeeindruckt, erklärt Kirsten Lühmann.
Trotz aller Warnungen lässt die Regierungskoalition 15-Jährige aufs Moped. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, der ADAC, die Deutscher Verkehrswacht, der ACE, der AvD und viele andere haben mehrfach größte Bedenken gegen dieses Gesetzesvorhaben geäußert. Aber CDU/CSU und FDP zeigten sich davon völlig unbeeindruckt und beschlossen die Herabsetzung des Mindestalters auf 15 Jahre. Die Regierungskoalition ignoriert sogar die Studie der bundeseigenen Anstalt für Straßenwesen (BASt), die als Ergebnis empfiehlt, das Mindestalter nicht abzusenken.
Das bedeutet, dass bereits 15jährige Jugendliche die Möglichkeit bekommen, zweirädrige Kleinkrafträder (Mopeds), Quads oder vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 45 km/h zu fahren.
Verkehrsexperten stellen fest, dass die Altersklasse zwischen 14 und 16 Jahren geprägt ist von hoher Risikobereitschaft, Selbstüberschätzung und vor allem fehlender Erfahrung. Folge ist erhöhte Unfallhäufigkeit meist aufgrund überhöhter Geschwindigkeit. In dieser Situation will die Regierung den Jugendlichen nun erlauben, mit 45 km/h durch die Gegend zu fahren. Das bedeutet: freie Fahrt für Halbstarke.
Statt 25 km/h mit dem Mofa auf Radwegen zu fahren, werden sich Jugendliche zukünftig mit dem Moped auf der Straße zwischen LKW und Autos behaupten müssen. Das ist völlig unverantwortlich und leichtsinnig.