Bundesregierung befördert Hochtief-Übernahme durch spanischen Konzern
Natürlich lässt die Bundesregierung den Baukonzern Hochtief im Stich. Die Begründung des Bundeswirtschaftsministers Brüderle, warum die Bundesregierung Hochtief nicht unterstützen wolle und warum sie der SPD-Initiative zur Änderung des Übernahmerechts nicht beitritt, ist äußerst fadenscheinig.
Mit abgehobenen ideologischen Äußerungen über das Verhältnis von Staat und Wirtschaft spricht Brüderle bewusst und gezielt an den berechtigten Sorgen und Nöten der Hochtief-Beschäftigten vorbei.
Es bleibt dabei: Brüderle sowie die gesamte Bundesregierung sind nicht bereit, sich des Themas Hochtief überhaupt anzunehmen.
Der Fall Hochtief ist nicht mit dem Fall General Motors/Opel vergleichbar - wie die FDP aber immer behauptet.
Und es ist eine Unverschämtheit, wenn der FDP-Finanzpolitiker Wissing das eigentliche Problem von Hochtief im vermeintlichen Managementversagen der Unternehmensführung sieht. Wissing nimmt in Kauf, damit auch noch den Übernahmepreis nach unten zu reden.
Im Ergebnis befördern Bundesregierung und Koalition sogar aktiv die Übernahme Hochtiefs durch den spanischen Konzern ACS.