Arbeitsmarkt im November 2010: Vollbeschäftigung und Fachkräftebedarf im Visier
Die neuen Arbeitsmarktzahlen sind erfreulich, erneut sind im Vergleich zum Vormonat 14.000 Menschen mehr in Arbeit. Die Arbeitslosenquote bleibt im November bei 7,0 Prozent. Insgesamt sind in diesem Monat 2.931.000 Millionen Arbeitslose registriert. 284.000 weniger als im November 2009.
Dennoch gibt es keinen Grund sich auf Erfolgen auszuruhen. Wir müssen weiter die Vollbeschäftigung und die Deckung unseres Fachkräftebedarfs im Visier haben.
In einigen Berufsbereichen haben wir Engpässe, demgegenüber steht ein erhebliches Potenzial an nicht genutzten Arbeitskräften. Der Arbeitsmarkt ist gespalten. Gelingt es uns, Arbeitssuchenden neue Chancen am Arbeitsmarkt zu eröffnen und die Erwerbsbeteiligung zu erhöhen, wird Vollbeschäftigung in greifbare Nähe rücken. Allerdings brauchen wir Instrumente, Strukturen und finanzielle Mittel, um diese Potenziale erschließen zu können. Die zehnprozentige Kürzung des Arbeits- und Sozialetats, war ein falscher und kontraproduktiver Schritt. Investitionen in Bildung, Qualifizierung und Weiterbildung sind Zukunftsinvestitionen. Wer hier spart, sägt an dem Ast auf dem wir sitzen.
Die schwierige Ausbildungsmarktlage, die missliche Situation Langzeitarbeitsloser, die mangelnden Beschäftigungschancen Älterer, die unbefriedigende Jobsituation von Frauen und die deutliche Problemlage von Migrantinnen und Migranten am Arbeitsmarkt zeigen, dass nach wie vor Handlungsbedarf besteht.
Die SPD macht sich stark für eine Politik der neuen Chancen. Wir wollen unseren Blick noch stärker auf die anstehenden Arbeitsmarktfragen fokussieren, deren Umsetzung den deutschen Arbeitsmarkt zukunftstauglich machen kann:
- Wir müssen unseren zukünftigen Fachkräftebedarf durch bessere Bildung und gute Arbeit decken.
- Wir müssen vorhandene Potenziale mobilisieren: Kein Jugendlicher und kein Erwachsener darf ohne Abschluss bleiben.
- Ältere Beschäftigte: Konkretes Handeln statt leerer Worte, um die Beschäftigungsmöglichkeiten Älterer zu erhöhen.
- Frauen müssen beim Wiedereinstieg in den Beruf unterstützt und die Vereinbarkeit ihrer beruflichen mit der familiären Tätigkeit muss sichergestellt werden. Alleinerziehenden muss besondere Unterstützung zukommen.
- Migrantinnen und Migranten müssen ihre Berufsabschlüsse anerkannt bekommen und früh gefördert werden.