Zur gestrigen Entscheidung des Bundesgerichtshofs über die angemessene Honorierung literarischer Übersetzungen erklärt die stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien Brigitte Zypries:

Das Urteil des Bundesgerichtshofs über die Vergütung für literarische Übersetzungen hat nach ersten Äußerungen von Seiten der Übersetzer und Verleger für beide Seiten keine Klarheit gebracht. Dies ist bedauerlich.

Um so deutlicher zeigt die aktuelle Entscheidung, dass ein Urteil eine auszuhandelnden Vergütungsregelung nicht ersetzen kann. Verleger und Übersetzer sind nun aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um gemeinsam eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Ziel muss es sein, im Sinne des Gesetzes den Übersetzern eine angemessene Vergütung zu ermöglichen.