Alle 45 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria
Noch immer stirbt alle 45 Sekunden in Afrika ein Kind an Malaria und das, obwohl in den vergangenen Jahren große Anstrengungen zur Bekämpfung der Malaria unternommen wurden. Auch wenn 2010 immerhin 42 Prozent der afrikanischen Haushalte ein imprägniertes Moskitonetz nutzten, so waren es doch nur 35 Prozent der Kinder unter fünf Jahren. Einer der wichtigsten Akteure beim Kampf gegen Malaria ist der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria, den Deutschland bisher mit jährlich 200 Millionen Euro unterstützt.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung auf, ihre internationalen Zusagen weiter fortzusetzen. Durch die Einhaltung ihrer finanziellen Zusagen, aber auch durch eine Förderung der Forschung an Impfstoffen gegen Malaria können Millionen Menschenleben gerettet werden.
Der Schlingerkurs bei der Finanzierung, den Minister Niebel fährt, diskreditiert Deutschland auf der internationalen Ebene. Einerseits stoppt er die Zahlungen an den Globalen Fonds, der immerhin 160 Millionen Moskitonetze verteilt hat, gleichzeitig aber unterschreibt er mit der Gates-Stiftung, einem der großen privaten Geber des Fonds und Unterstützer im Kampf gegen Malaria, ein Kooperationsabkommen, ohne dafür zusätzliche finanzielle Mittel bereit zu stellen. Einerseits erhöht er seinen Etat für die Öffentlichkeitsarbeit, stellt aber gleichzeitig die Kampagne für die Millenniumsziele ein.
Mehr Kontinuität und weniger Aktionismus des Bundesministers würde die deutsche Entwicklungspolitik glaubwürdiger machen.