Achter Familienbericht: Zeit zum Handeln
Bundesfamilienministerin Schröder setzt unverdrossen ihre Politik der unverbindlichen Ankündigungen fort. Was Familien brauchen, sind konkrete zeitpolitische Maßnahmen, sagt Caren Marks.
Die Bundesfamilienministerin Schröder setzt unverdrossen ihre Politik der unverbindlichen Ankündigungen fort. Familien, vor allem mit kleinen Kindern, stehen unter Zeitdruck, so das Sachverständigengutachten zum achten Familienbericht. Was Familien brauchen, sind konkrete zeitpolitische Maßnahmen. Was ihnen die Ministerin anbietet, ist der Appell an die Freiwilligkeit anderer. Das hilft keiner Familie. Jetzt wäre Zeit zum Handeln.
Familien könnten ihre Zeit besser gestalten, wenn sie vor Ort durch bedarfsgerechte Krippen und Kitas entlastet würden. Der Ausbau von Ganztagsangeboten sowie verlässliche Betreuungsangebote in Ferienzeiten wären richtige Ansätze. Die SPD-Bundestagsfraktion will einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Kitas verankern sowie ein neues Ganztagsschulprogramm starten. Von der Ministerin kein Wort dazu.
Auch bei der Ausgestaltung von Arbeitszeitmodellen nur auf Freiwilligkeit zu setzen, ist ebenfalls der falsche Weg. Es bedarf dringend eines verbindlichen zeitpolitischen Gesamtkonzepts, wie es die SPD-Bundestagsfraktion bereits in einem Antrag vorgelegt hat.