Statement von Christine Lambrecht

Höchststand bei Leiharbeit zeigt Dringlichkeit von Andrea Nahles' Gesetz

961.000 Menschen waren 2015 in Deutschland als Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter beschäftigt - so viele wie noch nie. Das zeigt, wie dringend das von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegte Gesetz gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen ist, betont die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion.

Christine Lambrecht spricht im Plenum des Bundestages

„Der neue Höchststand bei der Leiharbeit zeigt, wie dringend wir das von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles vorgelegte Gesetz gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen brauchen.  Der Entwurf soll bereits im September in 1. Lesung vom Bundestag beraten werden und noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen. Es handelt sich um einen ausgewogenen Kompromiss, der nach langen Verhandlungen mit der Union erzielt wurde und jetzt zügig durch das parlamentarische Verfahren kommen muss. Die Unionsfraktion darf hier nicht blockieren.

Wir werden mit dem Gesetz dafür sorgen, dass Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer nach neun Monaten den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft: Damit schieben wir dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen endlich einen Riegel vor und sorgen dafür, dass gute Arbeit auch fair bezahlt wird.

Die Leiharbeit wird auch zukünftig die nötige Flexibilität für Auftragsspitzen oder Vertretungen bieten, der Verdrängung von Stammbelegschaften wird jedoch entgegengewirkt. Ebenso wird verhindert, dass Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer dauerhaft zu niedrigeren Löhnen als die Stammbeschäftigten eingesetzt werden.“

    • Statement von Dr. Carola Reimann und Andrea Nahles

      Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion äußert sich zur Einigung bei Leiharbeit und Werkverträgen: "Das ist die Grundlage für gute und sichere Arbeit dieser Beschäftigten".

    • Artikel

      Mehr als 350 Vertreterinnen und Vertreter von Betriebs- und Personalräten aus ganz Deutschland haben mit der SPD-Bundestagsfraktion am 24. Februar 2016 über den Missbrauch bei Leiharbeit und Werkverträgen sowie die Gestaltung der Arbeit der Zukunft diskutiert.