Zum Konzept der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung erklärt der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Wilhelm Priesmeier:

Bundesministerin Aigner ist endlich aufgewacht und hat ein Konzept zum Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft angekündigt. Die SPD-Bundestagsfraktion hat bereits im vergangenen Jahr ein Konzept dafür vorgelegt - mit konkreten und eindeutigen Zielvorgaben gegen Missbrauch von Antibiotika in der Tierhaltung, erklärt Wilhelm Priesmeier.

 

Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz haben für die SPD-Bundestagsfraktion oberste Priorität. Endlich ist auch Frau Aigner aufgewacht. Das Konzept zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ist ein überfälliger Schritt.

 

Die SPD-Bundestagsfraktion hat bereits im Dezember 2011 die Blaupause für eine wirkungsvolle Antibiotika-Reduktionsstrategie vorgelegt. In der kommenden Sitzungswoche wird sich der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz endlich mit unserem Antrag "Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung senken und eine wirksame Reduktionsstrategie umsetzen" befassen. Daran werden wir die Bundesregierung messen.

 

Die SPD-Bundestagsfraktion hat in ihrem Vorschlag die Erfahrungen aus den Niederlanden und Dänemark aufgegriffen, die seit Jahren erfolgreich gegen den Missbrauch von Antibiotika in der Tierhaltung vorgehen.

 

Wir fordern konkrete und eindeutige Zielvorgaben, um den Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung zu reduzieren. Wir wollen mehr Transparenz und eine nachvollziehbare Rückverfolgbarkeit der Anwendung. Wir regen ein betriebsbezogenes bundesweit einheitliches Monitoring- und Reduktionsprogramm an. Zudem fordern wir ein zweistufiges Sanierungsprogramm für tierhaltende Betriebe.

 

Die Leitlinien der Bundestierärztekammer für den sorgfältigen Umgang mit antibakteriell wirksamen Tierarzneimitteln müssen endlich rechtsverbindlich werden.