37. Jahrestag des Mauerfalls: Keine Routine, sondern hochaktuell
Am 9. November jährt sich der Mauerfall zum 37. Mal. Der deutsche Schicksalstag erinnert damit auch an den Mut der Ostdeutschen, die mit ihrem friedlichen Protest Freiheit und Demokratie erkämpften und den Weg zur deutschen Einheit ebneten.
„Der Mauerfall und die anschließenden Verhandlungen zur Einheit sind die Konsequenz der demokratischen Selbstermächtigung der Ostdeutschen. Heute gilt es weiterhin an diese Leistung, aber auch an das DDR-Unrecht zu erinnern. Denkmäler wie die Stiftung Berliner Mauer können gerade jungen Generationen ein Gefühl für die deutsch-deutsche Teilung vermitteln. Aber auch die fast 1.400 km lange innerdeutsche Grenze dürfen wir dabei nicht vergessen. Das Grenzdenkmal Marienborn/Hötensleben verdeutlicht eindrucksvoll, wie die SED ihre Bürgerinnen und Bürger kontrollierte. Heute ist es Teil des Grünen Bandes und hoffentlich bald UNESCO-Welterbe.
Die friedliche Revolution hat immer noch aktuelle Bezüge. Wir sehen, dass auch heute insbesondere Jugendliche Protest als Form wählen, um auf ihre Themen aufmerksam zu machen. Wer friedlich demonstriert, nimmt ein Grundrecht wahr und verdient es, gehört zu werden. Der Mauerfall zeigt: Friedliche Demonstrationen können erfolgreich sein. Im Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation wird genau diese Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart hergestellt.
Mit Blick auf die weiter entfernte Zukunft wird sich 2029 der Mauerfall zum 40. Mal jähren. Wir teilen den Aufruf der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dieses Jubiläum langfristig und in Ost und West vorzubereiten.“