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Auf die Menschen kommt es an – Stimmen hinter den Schlagzeilen

Am 24. Februar jährt sich zum vierten Mal der Tag, an dem Russland seinen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen und damit Land und Leute in eine existentielle Krise gestürzt hat.


Für die SPD-Bundestagsfraktion gilt seitdem und weiter: WE STAND WITH UKRAINE! Wir unterstützen die Ukraine nicht nur humanitär, finanziell und militärisch, sondern viele Menschen haben Schutz bei uns gefunden.

Was uns ganz besonders bewegt, sind die Menschen in der Ukraine, die jeden Tag beeindruckenden Zusammenhalt demonstrieren. Sie kämpfen nicht nur an der Front, sondern sorgen dafür, dass der Alltag trotz des Krieges irgendwie weitergeht. Wie herausfordernd die Situation für jede:n Einzelne:n vor Ort ist, hat der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Oleksii Makeiev, im Gespräch mit unserem Fraktionsvorstand noch einmal ganz deutlich gemacht. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen: Wir stehen weiterhin unverbrüchlich an der Seite der Ukraine. Auch ein Antrag der Koalitionsfraktionen, der diese Woche vom Bundestag verabschiedet wird, betont unsere volle Solidarität mit der Ukraine.

Hier wollen wir Menschen aus der Ukraine zu Wort kommen lassen und so Einblicke in einzelne Schicksale und Leben derer geben, die die ukrainische Gesellschaft Tag für Tag am Laufen halten.

Die Interviews geführt und gefilmt haben Dmytro Duma und Bohdan Ferens von der ukrainischen SD-Plattform. Vielen Dank dafür!

#WeStandWithUkraine #ZusammenIstUnsereStärke

Kateryna Bohadelnykova

Ich möchte leben, kreativ sein, nicht durch Krieg, sondern durch innere Kraft.

Kateryna ist 30 und stammt aus der Krim. Sie ist Frauenärztin, seit Kriegsbeginn aber hat sie sich der körperlichen und psychischen Rehabilitation von Militärangehörigen, Veteranen und deren Familien gewidmet. Gerade für die Kinder, die ihre Eltern im Krieg verloren haben, arbeitet und kämpft sie jeden Tag weiter.

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Natalia Starepravo

Jeden Tag verabschiede ich mich mit dem Klang der Luftschutzsirenen von meinem eigenen Leben.

Natalia wohnt in Kiew. Sie ist Aktivistin bei der SD-Plattform und Medienkoordinatorin. Die SD-Plattform (Sozialdemokratische Plattform, ist (noch) keine Partei sondern eine landesweite zivilgesellschaftliche Organisation, die seit 2012 in der Ukraine aktiv ist. Sie steht für sozialdemokratische, pro‑europäische Werte (Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität) und arbeitet unabhängig von Oligarchen und bestehenden Parteien.

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Oleksandr Yatsyna

Der Krieg hat das Leben in vorher und nachher geteilt.

Oleksandr wohnt in Kiew. Er ist Chirurg, Urologe und Onkologe. Er arbeitet am Nationalen Krebsinstitut als medizinischer Direktor. Außerdem ist er Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Stiftung „Mercy and Health“. Zu dieser Stiftung gehören Rehabilitationszentren, die Veteran:innen und Kriegsopfern Hilfe bieten.

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Yulia Babayeva

Ich bin dankbar für jeden Tag, den ich mit meinen Söhnen in diesem Land leben darf.

Yulia kommt aus Winnyzja. Bei Kriegsbeginn ist sie aus der Ukraine geflüchtet und hat sie für vier Monate verlassen, kam aber wieder zurück – weil sie nach Hause, in ihrer Heimat zurückwollte. Sie arbeitet für eine Veteranenorganisation und leitet ein multidisziplinäres Team am Rehabilitationszentrum Podillya, die mit Menschen arbeiten, die erblindet sind.

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Artem Bondarev

Grundsätzlich geben mir andere Menschen Hoffnung und Zuversicht.

Artem ist Kriegsveteran. Er hat im Krieg sein Augenlicht verloren und versucht seitdem, sich im zivilen Leben als Veteran zurechtzufinden. Sein Schicksal ist ein Beispiel für viele: Denn die zukünftig größte und schwierigste Herausforderung liegt für ihn darin, nach Kriegsende, den vielen Soldaten und Kriegsveteranen dabei zu helfen, wieder in den zivile Alltag und die Gesellschaft zurückzukehren.

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Kateryna Nykoniuk

Das Wichtigste ist, Kraft zu sammeln und den richtigen Kurs nach vorne zu progressiven Veränderungen zu erkennen.

Kateryna ist Dozentin, Lehrerin, Mutter und Unternehmerin aus Kiew. Planen und Kontrollieren kann sie seit Kriegsbeginn nicht mehr weiter als nur für ein paar Tage.

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