Ein jüdisches Leben in Deutschland

Dr. Julius Moses

Zeitraum
Mittwoch, 13.04.2016 18:00–19:00
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Anmeldeschluss (Präsenz)
Donnerstag, 07.04.2016 09:45
Abgeordnete

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der Politiker und Arzt Dr. Julius Moses (1868-1942) kämpfte bereits im wilhelminischen Kaiserreich gegen den anwachsenden Antisemitismus in Deutschland. Er setzte sich unermüdlich gegen die Diskriminierung von Juden ein. Moses wurde zum engagierten Volksarzt und zum wichtigsten Kritiker ärztlicher Menschenversuche. Von 1920 bis 1932 war Moses Reichstagsabgeordneter und gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Schon früh warnte er vor den Plänen Adolf Hitlers. 1942 wurde Julius Moses in Theresienstadt ermordet.

Der Medienhistoriker Prof. Dr. Holger Böning hat nun über den „Volksarzt und Propheten des Schreckens“ Dr. Julius Moses eine Biografie vorgelegt. Anlässlich der Buchvorstellung wollen wir gemeinsam mit ihm sowie mit der Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, und mit Paul Nemitz, einem Enkel von Julius Moses, der Frage nachgehen, welche Bedeutung die Ereignisse in der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus für die Gegenwart haben.

Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Termin:          Mittwoch, 13. April 2016,
                        18.00 Uhr

Ort:                 Reichstagsgebäude,
                        Abgeordnetenlobby, Plenarebene
                        Eingang Süd, Scheidemannstraße, 10117 Berlin

Veranstaltungsort

Reichstagsgebäude, Abgeordnetenlobby, Plenarebene
Scheidemannstraße
Eingang Süd
10117 Berlin

    Programm

    18.00 Uhr

    Eröffnung und Begrüßung

    Thomas Oppermann, MdB
    Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion

     

    18.05 Uhr

    Dr. Julius Moses
    Ein jüdisches Leben in Deutschland

    Prof. Dr. Holger Böning,
    Universität Bremen, Autor der Biografie von Dr. Julius Moses

     

    18.20 Uhr

    Zur Sonne, zur Freiheit? Jüdische Sozialdemokraten im kurzen 20. Jahrhundert

    Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum,
    Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin

     

    18.35 Uhr

    Diskussion
    Prof. Dr. Holger Böning

     

    Paul Nemitz

     

    Thomas Oppermann, MdB

     

    Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum

     

    Moderation

    Shelly Kupferberg
     

    19.00 Uhr

    Ausklang