SPD Bundestagsfraktion

Sterbehilfe
Situation der Rechtslage und öffentlicher Diskurs

Dienstag, 17.11.2015

17:45 Uhr

Hotel & Restaurant „Schützenhaus“

Kantstraße 1 A, 31224 Peine

Sehr geehrte Damen und Herren,

mittlerweile erspart die Palliativmedizin Menschen in ihrer letzten Lebensphase Schmerzen, lindert Atembeschwerden und leistet psychologische Hilfe. Ebenso werden todkranke Menschen einfühlsam in Hospizen beim Sterben begleitet. Beides will die Große Koalition durch ein Gesetz flächendeckend in Deutschland stärken. Dennoch gibt es Menschen, die bei einer Erkrankung, die unweigerlich zum Tode führt, den Zeitpunkt ihres Ausscheidens aus dem Leben durch Suizid selbst bestimmen wollen.

Folgende Fragen beschäftigen unsere Gesellschaft daher immer wieder: Darf oder muss Schwerkranken beim Sterben geholfen werden? Kann man einem Sterbenden oder Schwerkranken das Recht absprechen, sich das Leben zu nehmen? Werden die Möglichkeiten der Palliativmedizin und -pflege ausreichend genutzt?

Aus dem Parlament liegen derzeit vier Gesetzentwürfe vor, hinter denen nicht die Fraktionen, sondern fraktionsübergreifende Gruppen von Abgeordneten stehen. Die Positionen reichen hierbei von einem Verbot jeglicher Beihilfe zum Suizid über ein Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe wie durch Sterbehilfevereine bis zu einer gesetzlichen Regelung der ärztlich begleiteten Selbsttötung. Darüber hat der Bundestag am 2. Juli in erster Lesung beraten. Alle Gesetzentwürfe eint, dass die aktive Sterbehilfe weiterhin strafbar bleibt. Wir freuen uns besonders, mit Franz Müntefering einen meinungsstarken Referenten für die Veranstaltung gewonnen zu haben.

Wir laden Sie herzlich ein, sich über die Debatte und das Thema zu informieren und mit uns zu diskutieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

Hubertus Heil, MdB
Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion

Achim Barchmann, MdB 
Stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union

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