Palliativmedizin, Hospizarbeit und die Debatte um Sterbehilfe

In Würde leben, in Würde sterben

Zeitraum
Freitag, 10.04.2015 18:00–20:00
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Terminart
Veranstaltung
Anmeldeschluss (Präsenz)
Mittwoch, 08.04.2015 13:00
Abgeordnete

Sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Debatte in unserer Gesellschaft über Sterbehilfe ist häufig geprägt von Ängsten, die viele Menschen haben, wenn sie an ihr Lebensende oder das ihrer Familienangehörigen denken. Die moderne Medizin stellt uns am Lebensende vor die Frage, wie das Sterben begleitet werden kann. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob und wenn ja, in welcher Form, Sterbehilfe geleistet werden darf. Sie reichen von der Strafbarkeit jeglicher Suizidteilnahme bis zum Plädoyer für die Freigabe der Tötung auf Verlangen.

Im November letzten Jahres fand im Deutschen Bundestag der Auftakt zu einer der wohl anspruchsvollsten Debatten in dieser Wahlperiode statt. Das Parlament hat sich vorgenommen, im Herbst 2015 über verschiedene fraktionsübergreifende Anträge abzustimmen.

Der Ausbau von Hospizarbeit und Palliativmedizin wird von einer großen Mehrheit der Bevölkerung gefordert und muss unseres Erachtens im Zentrum stehen. Aus unserer Sicht darf die Antwort einer solidarischen Gesellschaft auf die Fragen von Sterben und Tod nicht die Ausweitung von Sterbehilfe sein. Wir brauchen mehr und bessere Hospizarbeit und Palliativmedizin.

In dieser Diskussionsveranstaltung soll es um die Fragen zu Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid gehen, um die Achtung des Lebens bis zum Ende und das Selbstbestimmungsrecht. Dazu gehören auch der gesellschaftliche Umgang mit Alter, Krankheit und Tod, die palliativ-medizinische Versorgung, die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen und die Rolle von medizinischem Personal, Verwandten, Betroffenen und Sterbehilfevereinen. Es geht auch um die Frage, ob organisierte Sterbehilfe erlaubt oder verboten werden sollte.

Die SPD-Bundestagsfraktion diskutiert darüber derzeit sehr intensiv. Deshalb freuen wir uns auf Ihre Meinungen und Erfahrungen.

 

Ihre SPD-Bundestagsfraktion

Kerstin Griese, MdB
Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales

Dietmar Nietan, MdB
Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion

Veranstaltungsort

KOMM Kulturzentrum
August-Klotz-Straße 21
52349 Düren

    Programm

    18.00 Uhr
    Begrüßung und kurze Einleitung

    Dietman Nietan MdB

     

    18.05 Uhr
    Grußwort

    Liesel Koschorreck,
    1. stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Düren

     

    18.10 Uhr
    „In Würde leben, in Würde sterben“

    Kerstin Griese MdB,
    Beauftragte für Kirchen und Religions-gemeinschaften
    der SPD-Bundestagsfraktion

     

    18.30 Uhr
    Podiumsdiskussion

    Kerstin Griese MdB

     

    Daniela Leroy,
    Leiterin des ambulanten Palliativ- und Hospizzentrums Düren / Wohnanlage Sophienhof

     

    Anton Straeten,
    Pfarrer im Ruhestand, ehem. Krankenhausseelsorger im Kran-kenhaus Düren, Palliativ-und Trauer-seelsorger

     

    Moderation:
    Dietmar Nietan MdB

     

    19.00 Uhr
    Diskussion mit dem Publikum

     

    20.00 Uhr
    Schlusswort

    Dietmar Nietan MdB

     

    Tagungsort
    KOMM Kulturzentrum
    August-Klotz-Straße 21
    52349 Düren

     

    Einlass ab 17.30 Uhr

     

    Rückantwort nur bei Teilnahme
    Um Antwort per Fax oder E-Mail bis zum 08.04.2015 wird gebeten.

     

    Kontakt
    Wahlkreisbüro Dietmar Nietan MdB
    Herrn Bernd Coumanns

     

    Telefon (02421) 69 36 256
    Telefax (02421) 69 36 257
    E-Mail dietmar.nietan.wk@bundestag.de