Debatte im Kontext von Sterbehilfe und Palliativmedizin

In Würde leben – in Würde sterben?

Zeitraum
Freitag, 06.03.2015 19:30–21:15
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Terminart
Veranstaltung
Anmeldeschluss (Präsenz)
Donnerstag, 05.03.2015 20:10
Abgeordnete

Sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Debatte in unserer Gesellschaft über Sterbehilfe ist häufig geprägt von Unsicherheiten und Ängsten, die viele Menschen haben, wenn sie an ihr Lebensende oder das ihrer Familienangehörigen denken. Die moderne Medizin stellt uns am Lebensende vor die Frage, wie das Sterben begleitet werden kann. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob und wenn ja in welcher Form Sterbehilfe geleistet werden darf. Sie reichen von der Strafbarkeit jeglicher Suizidteilnahme bis zum Plädoyer für die Freigabe der Tötung auf Verlangen. Im November letzten Jahres fand im Deutschen Bundestag der Auftakt zu einer der wohl anspruchsvollsten Debatten in dieser Wahlperiode statt. Die Abgeordneten haben ihre mitunter sehr persönlichen Erfahrungen und individuellen Einschätzungen zu Sterbebegleitung und Sterbehilfe diskutiert. Das Parlament hat sich vorgenommen, im Herbst 2015 über verschiedene fraktionsübergreifende Anträge abzustimmen.

Der Ausbau von Hospizarbeit und Palliativmedizin wird von einer großen Mehrheit im Parlament und der Bevölkerung gefordert und muss unseres Erachtens im Zentrum stehen. Aus unserer Sicht darf die Antwort einer solidarischen Gesellschaft auf die Fragen von Sterben und Tod nicht die Ausweitung von Sterbehilfe sein. Wir brauchen mehr und bessere Hospizarbeit und Palliativmedizin.

In dieser Diskussionsveranstaltung soll es um die Fragen zu Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid gehen, um die Achtung des Lebens bis zum Ende und das Selbstbestimmungsrecht. Dazu gehören auch der gesellschaftliche Umgang mit Alter, Krankheit und Tod, die palliativ-medizinische Versorgung, die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen und die Rolle von medizinischem Personal, Verwandten, Betroffenen und Sterbehilfevereinen. Es geht auch um die Frage, ob organisierte Sterbehilfe erlaubt oder verboten werden sollte.

Die SPD-Bundestagsfraktion diskutiert darüber derzeit sehr intensiv, deshalb freuen wir uns auf Ihre Meinungen und Erfahrungen.

 

Ihre SPD-Bundestagsfraktion

Kerstin Griese, MdB        
Christina Kampmann, MdB

Veranstaltungsort

Historischen Museum
Vortragssaal
Ravensberger Park 2
33607 Bielefeld

    Programm

    19.30 Uhr
    Begrüßung und Einführung

    Christina Kampmann, MdB

     

    19.40 Uhr
    Impulsvortrag
    In Würde leben – in Würde sterben?

    Kerstin Griese, MdB
    Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Bundestag
    Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften
    der SPD-Bundestagsfraktion

     

    20.00 Uhr
    Talkrunde

    Kerstin Griese, MdB

     

    Dietmar Moritz
    Kommunalbeamter
    Betreuungsrechtsexperte

     

    Prof. Dr. phil. Alfred Simon
    Universität Münster
    Leiter der Geschäftsstelle Akademie für Ethik in der Medizin Göttingen

     

    Dr. Ulrich Weller
    Palliativnetz-Bielefeld e.V.

     

    20.30 Uhr
    Diskussion
    mit dem Publikum und Möglichkeit, Fragen zu stellen

     

    21.15 Uhr
    Fazit und Schlusswort

     

    Moderation:
    Christina Kampmann, MdB

    Tagungsort
    Vortragssaal im Historischen Museum
    Ravensberger Park 2
    33607 Bielefeld

     

    Einlass ab 19.00 Uhr

     

    Rückantwort nur bei Teilnahme!
    Um Antwort per Mail oder per Fax bis zum 05.03.2015 wird gebeten.

     

    Kontakt
    Wahlkreisbüro Christina Kampmann MdB
    z.H. Jörg Rodermund
    Arndtstr. 6-8
    33602 Bielefeld

     

    Telefon (0521) 32 92 50 11
    Telefax (0521) 17 76 42
    E-Mail christina.kampmann.wk@bundestag.de