Palliativmedizin, Hospizarbeit und die De-batte um Sterbehilfe

In Würde leben, in Würde sterben

Zeitraum
Freitag, 20.02.2015 19:00–20:30
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Terminart
Veranstaltung
Anmeldeschluss (Präsenz)
Montag, 16.02.2015 21:59
Abgeordnete

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

die aktuelle Debatte in unserer Gesellschaft über Sterbehilfe ist häufig geprägt von Unsicherheiten und Ängsten, die viele Menschen haben, wenn sie an ihr Lebensende oder das ihrer Familienangehörigen denken. Die moderne Medizin stellt uns am Lebensende vor die Frage, wie das Sterben begleitet werden kann. Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, ob und wenn ja, in welcher Form, Sterbehilfe geleistet werden darf. Sie reichen von der Strafbarkeit jeglicher Suizidteilnahme bis zum Plädoyer für die Freigabe der Tötung auf Verlangen.

Im November letzten Jahres fand im Deutschen Bundestag der Auftakt zu einer der wohl anspruchsvollsten Debatten in dieser Wahlperiode statt. Die Abgeordneten haben ihre mitunter sehr persönlichen Erfahrungen und individuellen Einschätzungen zu Sterbebegleitung und Sterbehilfe diskutiert. Das Parlament hat sich vorgenommen, im Herbst 2015 über verschiedene fraktionsübergreifende Anträge abzustimmen.

Der Ausbau von Hospizarbeit und Palliativmedizin wird von einer großen Mehrheit im Parlament und der Bevölkerung gefordert und muss unseres Erachtens im Zentrum stehen. Aus unserer Sicht darf die Antwort einer solidarischen Gesellschaft auf die Fragen von Sterben und Tod nicht die Ausweitung von Sterbehilfe sein. Wir brauchen mehr und bessere Hospizarbeit und Palliativmedizin.

In dieser Diskussionsveranstaltung soll es um die Fragen zu Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid gehen, um die Achtung des Lebens bis zum Ende und das Selbstbestimmungsrecht. Dazu gehören auch der gesellschaftliche Umgang mit Alter, Krankheit und Tod, die palliativ-medizinische Versorgung, die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen und die Rolle von medizinischem Personal, Verwandten, Betroffenen und Sterbehilfevereinen. Es geht auch um die Frage, ob organisierte Sterbehilfe erlaubt oder verboten werden sollte.

Die SPD-Bundestagsfraktion diskutiert darüber derzeit sehr intensiv, deshalb freuen wir uns auf Ihre Meinungen und Erfahrungen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Andreas Rimkus, MdB

 

Kerstin Griese, MdB

Veranstaltungsort

Haus der Universität
Schadowplatz 14
40212 Düsseldorf-Innenstadt

    Programm

    19.00 Uhr
    Begrüßung

    Andreas Rimkus, MdB 

     

    19.10 Uhr
    Impulsvortrag
    In Würde leben, in Würde sterben

    Kerstin Griese, MdB
    Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der SPD-Bundestagsfraktion

     

    19.25 Uhr
    Impulsvortrag
    „Der Patient möchte sterben. Was nun?“

    Prof. Dr. Raymond Voltz,
    Direktor des Zentrums für Palliativmedizin der Universitätsklinik Köln

     

    19.35 Uhr
    Impulsvortrag 
    Die Bedeutung der Hospizarbeit in der Sterbebegleitung

    Dr. Susanne Hirsmüller
    Hospizleitung EVK Düsseldorf

     

    19.45 Uhr
    Diskussion mit:

     

    Andreas Rimkus, MdB

     

    Kerstin Griese, MdB

     

    Prof. Dr. Raymond Voltz

     

    Dr. Susanne Hirsmüller

     

    sowie dem Publikum

     

    Moderation: Birgit Weihrauch, Staatsrätin a. D. und ehemalige Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativ Verbands DHPV

     

    20.30 Uhr
    Fazit und Schlusswort

    Andreas Rimkus, MdB

    Tagungsort
    Haus der Universität
    Schadowplatz 14
    40212 Düsseldorf-Innenstadt

     

    Das Haus der Universität auf dem Schadowplatz ist barrierefrei sowie gut erreichbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

     

    Um Antwort per Fax bzw E-Mail bis zum 16.02.2015 wird gebeten.

     

    Kontakt

    Andreas Rimkus, MdB
    Wahlkreisbüro Düsseldorf

     

    Telefon (0211) 869 37 888
    Telefax (0211) 869 37 890
    E-Mail andreas.rimkus@bundestag.de