Aktuelle Gesetzesvorhaben zur besseren Regulierung der legalen Prostitution sowie zur Bekämpfung von Zwangsprostitution

Rotlicht im Fokus

Zeitraum
Donnerstag, 20.11.2014 18:30–20:30
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Terminart
Veranstaltung
Anmeldeschluss (Präsenz)
Montag, 17.11.2014 19:59
Abgeordnete

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Prostitutionsgesetz der rot-grünen Koalition hat 2002 einen Paradigmenwechsel eingeleitet. Sein Ziel bestand darin, Prostitution aus der Illegalität zu befreien und im Zuge dessen bessere Bedingungen für Prostituierte zu schaffen. Die Abschaffung der Sittenwidrigkeit machte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse möglich und öffnete den Prostituierten die Tür zu den Sozialversicherungssystemen. Allerdings zeigt sich heute, dass sich nicht alle mit dem Prostitutionsgesetz verknüpften Erwartungen erfüllt haben.

Wie die aktuelle Debatte zeigt, hat das öffentliche Interesse am Thema Prostitution in letzter Zeit stark zugenommen. Dabei konzentriert sich die Diskussion zuweilen sehr stark auf den Bereich der Zwangsprostitution. Dem Grundverständnis der SPD-Bundestagsfraktion nach ist es jedoch unbedingt notwendig, Formen der legalen und damit freiwilligen Prostitution ganz strikt von Straftaten wie sexueller Ausbeutung und Zwangsprostitution zu trennen. Gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution wollen wir deshalb konsequent mit den Mitteln des Rechtsstaates vorgehen. Parallel dazu werden wir das Prostitutionsgewerbe mit Regeln versehen, die das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Männern in der Prostitution stärken und die die Rechtssicherheit für die legale Ausübung der Prostitution verbessern. In Ergänzung mit ordnungsrechtlichen Instrumenten soll die Trennlinie zwischen legaler Prostitution und Zwangsprostitution klarer gezogen werden.

Über das derzeit geplante Maßnahmenpaket, das beispielsweise die Einführung einer Erlaubnispflicht in Kombination mit einer Zuverlässigkeitsprüfung für Bordellbetreiber(innen) umfasst, wie auch über relevante strafrechtliche Regelungen zur Bekämpfung von Zwangsprostitution wollen wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Ihre SPD-Bundestagsfraktion

 

Ulrike Bahr, MdB
Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Dr. Eva Högl, MdB
Stv. Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion

Veranstaltungsort

Neue Stadtbücherei Augsburg, S-Forum
Ernst-Reuter-Platz 1
86150 Augsburg

    Programm

    18.30 Uhr       
    Begrüßung und Einführung

    Ulrike Bahr, MdB,
    Berichterstatterin der AG Familie, Senioren, Frauen und Jugend für das Thema Prostitution in der SPD-Bundestagsfraktion

     

    18.50 Uhr       
    Lesung „Nuttenbus von der A8“

    ein aus Interviews und Erkundungstouren durch die Rotlicht-Szene Augsburgs hervorgegangenes Stück über Prostitution im 21. Jahrhundert von BLUESPOTS PRODUCTIONS

     

    19.00 Uhr
    Menschenhandel und Prostitution: Positionen der SPD-Bundestagsfraktion

    Dr. Eva Högl, MdB,
    Stv. Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion

     

    19.30 Uhr
    Podiumsdiskussion mit dem Publikum

    • Dr. Simone Strohmayr, MdL, Stv. Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und frauenpolitische Sprecherin
    • Mechthild von Luxburg, Deutscher Frauenrat e.V.
    • Diana Schubert, Kriminalpräventiver Rat, Augsburg
    • Tanja Sommer, Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen

     

    20.30 Uhr
    Fazit und Schlusswort

    Ulrike Bahr, MdB

    Tagungsort
    Neue Stadtbücherei Augsburg, S-Forum
    Ernst-Reuter-Platz 1
    86150 Augsburg

     

    Einlass ab 18.00 Uhr
    Rückantwort nur bei Teilnahme
    Um Antwort per Fax oder unter www.spdfraktion.de/termine bis zum 17.11.2014 wird gebeten.

     

    Kontakt

    Ulrike Bahr, MdB
    Platz der Republik 1
    11011 Berlin

     

    Telefon (030) 227 - 77282
    Telefax (030) 227 - 76282
    E-Mail ulrike.bahr@bundestag.de