Gesetzgebung für würdevolles Leben und Sterben

Sterbehilfe?

Zeitraum
Mittwoch, 17.09.2014 19:00–21:30
Veranstaltungsformat
Vor Ort
Terminart
Veranstaltung
Anmeldeschluss (Präsenz)
Mittwoch, 10.09.2014 19:59
Abgeordnete

Sehr geehrte Damen und Herren,

Menschen muss ein Sterben in Würde ermöglicht werden. Wie das genau erreicht werden kann und ob Sterbehilfe – in welcher Form auch immer – dazu beitragen kann und darf, darüber wird emotional und kontrovers diskutiert.

Zum Ende des Lebens und bei sehr schweren Erkrankungen sind wir besonders auf Unterstützung und Hilfe angewiesen. Soll sich diese Unterstützung auf die Linderung von Schmerzen beschränken oder kann Hilfe auch die Beendigung des Lebens bedeuten? Kann man einem Sterbenden oder schwer Kranken das Recht absprechen, das jedem anderen zusteht, nämlich sich das Leben zu nehmen? Könnte eine gesellschaftliche Erwartungshaltung entstehen, dass sich Gebrechliche und Kranke möglichst geräuschlos aus dem Leben zu verabschieden haben? Sind Vereinigungen, die Unterstützung bei der Selbsttötung anbieten, ein Problem oder birgt eine Professionalisierung auf diesem Gebiet vielleicht gar Chancen? Welche Optionen der Palliativmedizin und -pflege, die Kranken würdevolles Weiterleben ermöglichen könnten, werden nicht ausreichend genutzt?

Der Deutsche Bundestag hat sich vorgenommen, in dieser Wahlperiode die Sterbehilfe rechtlich zu regeln. Wir werden uns dafür viel Zeit nehmen und offen diskutieren. Am Ende wird es Anträge geben, die von Abgeordnetengruppen jenseits der Fraktionen getragen werden. Diese Gruppen haben sich noch nicht zusammengefunden, wir stehen ganz am Anfang des Entscheidungsprozesses.

Deshalb möchten wir Sie einladen, gemeinsam mit uns und Menschen aus der Region, die sich beruflich mit Fragen des Lebens und des Sterbens beschäftigen, dieses vielschichtige Thema zu diskutieren. Wir freuen uns auf Ihre Meinungen und Erfahrungen, die wichtig für unsere Entscheidungsfindung sein werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre SPD-Bundestagsfraktion

 

Sören Bartol
Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion

 

Willi Brase
Mitglied des Deutschen Bundestages

Veranstaltungsort

Technologie- und Tagungszentrum Marburg (TTZ)
Software-Center 3
35037 Marburg

    Programm

    19.00 Uhr
    Begrüßung und Einführung

    Sören Bartol
    Abgeordneter für Marburg-Biedenkopf

     

    19.20 Uhr
    Stellungnahmen der 
    Podiumsteilnehmer


    Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Freund
    Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Philipps-Universität Marburg

     

    Julia Kunz
    Koordinatorin Ambulanter Hospizdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe Mittelhessen

     

    Dr. Hans Albrecht Oehler
    Palliativmediziner und Geschäftsführer des St. Elisabeth-Hospizes Marburg

     

    Dr. Christian Walther
    Neurobiologe, eh. Philipps-Universität Marburg, und Autor des Buches
    „Sterbefasten“

     

    Helmut Wöllenstein
    Propst des Sprengels Waldeck und Marburg der evangelischen Kirche

     

    20.15 Uhr
    Diskussion mit dem Publikum

     

    21.30 Uhr Fazit und Schlusswort
    Willi Brase
    Abgeordneter für Siegen-Wittgenstein

    Tagungsort
    Technologie- und Tagungszentrum Marburg (TTZ)
    Software-Center 3
    35037 Marburg

     

    Einlass ab 18.30 Uhr


    Barrierefreier Zugang zum Veranstaltungsraum und rollstuhlgeeignete Toiletten vorhanden.

     

    Rückantwort
    Bitte melden Sie sich bis zum 10. September 2014 per Fax oder E-Mail an,
    um uns die Planung zu erleichtern.
    Sie können aber auch gerne spontan vorbeikommen.

     

    Kontakt

    Sören Bartol, MdB
    Wahlkreisbüro
    Biegenstraße 33
    35037 Marburg

     

    Telefon (06421) 1699016
    Telefax (06421) 1699020
    E-Mail soeren.bartol.wk@bundestag.de