Diskussionsveranstaltung
Nach dem Auslandseinsatz – Umgang mit unsichtbaren Verwundungen
Sehr geehrte Damen und Herren,
jedes Jahr werden ca. 150 Männer und Frauen der Eutiner Rettberg-Kaserne nach Afghanistan entsandt. Vor diesem Hintergrund habe ich nicht nur 2006 und 2008 die Soldaten und Polizisten im Einsatz in Afghanistan besucht, sondern 2007 eine Veranstaltungsreihe zum Auslandseinsatz der Bundeswehr in Eutin eröffnet, um authentische Informationen und Diskussionen in die Mitte unserer Region zu tragen und die gesellschaftliche Debatte zu versachlichen. Für die nunmehr 5. Veranstaltung konnte ich den ehemaligen Wehrbeauftragten des Bundestages, Reinhold Robbe, gewinnen, der in seiner Amtszeit von 2005-2010 u.a. das schwierige Thema der psychischen Belastung von Soldaten im Auslandseinsatz in den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt hat.
Seit den 1990er Jahren beteiligen sich deutsche Soldaten an Auslandseinsätzen – zunächst auf dem Balkan, seit 2002 auch in Afghanistan. Diese Einsätze stellen neue Herausforderungen für die Soldaten und auch die Zivilbeschäftigten dar und bringen besondere körperliche und seelische Belastungen mit sich. Laut Studien leiden rund fünf Prozent von ihnen später an Posttraumatischen Belastungsstörungen, wobei eine deutlich höhere Dunkelziffer vermutet wird. Doch obwohl seelische Verletzungen mindestens ebenso ernst genommen werden müssen wie körperliche, wurde diese Problematik zu lange ignoriert. Gemeinsam mit der SPD-Bundestagsfraktion setzte Reinhold Robbe maßgeblich als Wehrbeauftragter die Einrichtung einer zentralen, nationalen Ansprech- und Forschungsstelle durch, um Hilfsangebote und Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene und Angehörige zu schaffen. Seit 2010 gibt es nun das Psychotraumazentrum der Bundeswehr in Berlin. Um der Gefahr von Traumata bereits im Vorfeld zu begegnen, kommt der Vorbereitung der Soldaten auch in seelischer Hinsicht – z.B. durch engagierte Militärseelsorgern - eine zentrale Rolle zu. Der Eutiner Kommandeur der Rettberg Kaserne war selbst in Afghanistan und trägt Verantwortung für „seine“ Soldaten und ihre Familien - auch bei der Bewältigung von Krisensituationen.
Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen!
Bettina Hagedorn, MdB
Mitglied des Haushaltsausschusses
Hans-Peters Bartels, MdB
Mitglied des Verteidigungsausschusses
Carl-Maria-von-Weber Schule
Plöner Straße 15
23701 Eutin
Programm
19:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Bettina Hagedorn, MdB
19:20 Uhr
„Belastungen in Auslandseinsätzen – unsichtbare Verwundungen“
Reinhold Robbe, ehem. Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestags
19:50 Uhr
Diskussion mit dem Podium:
Reinhold Robbe
Hans-Peter Bartels, MdB
Militärseelsorger, N.N.
Oberstleutnant Richard von Stetten, Kommandeur Rettberg-Kaserne Eutin
Moderation:
Bettina Hagedorn, MdB
21:15 Uhr
Schlusswort
Bettina Hagedorn, MdB
Hinweis
Veranstaltungsort
Carl-Maria-von-Weber Schule
Plöner Straße 15
23701 Eutin
Einlass ab 18:30 Uhr
Rückantwort nur bei Teilnahme
Um Antwort per Fax oder E-Mail bis zum 23.01.2013 wird gebeten.
Kontakt
SPD-Bundestagsfraktion
Bettina Hagedorn, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: (030) 227- 7 38 32
Telefax: (030) 227- 7 69 20
E-Mail: bettina.hagedorn@bundestag.de
Wahlkreisbüro
Lübecker Straße 6
23701 Eutin
Telefon: (04521) 7 16 11
Telefax: (04521)7 83 86
E-Mail: bettina.hagedorn@wk.bundestag.de
Diese Einladung kann gerne vervielfälltigt und an Interessierte weitergereicht werden.