Pressemitteilung

Unkontrollierte Vermehrung von Katzen eindämmen

Zu dem heutigen Tagesordnungspunkt im Plenum des Deutschen Bundestages "Tierschutz bei Katzen verbessern", erklärt der Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion Heinz Paula:

Wir fordern eine bundeseinheitliche Regelung, die die Kastration von Hauskatzen verbindlich vorschreibt, sofern sie Wohnung oder Haus verlassen dürfen. Zahlreiche Städte und Kommunen klagen über eine regelrechte Katzenschwemme. Freilebende Katzen vermehren sich unkontrolliert. Zu dieser Vermehrung tragen auch die Hauskatzen bei, wenn deren Besitzer ihre Katzen nicht haben kastrieren lassen. Verwilderte Katzen leben häufig unter sehr widrigen Bedingungen und sind oftmals Überträger infektiöser Krankheiten.

Tierheime und Tierärzte werden der Situation nicht mehr Herr. Die Tierheime sind am Rande ihrer Aufnahmekapazität und mit den finanziellen Kosten überlastet. Sie verhängen zum Teil bereits Aufnahmestopps. Eine verpflichtend vorgeschriebene Kastration bietet dieser Entwicklung Einhalt. Österreich hat eine solche Kastrationspflicht bereits erfolgreich umgesetzt.

Tierschutzorganisationen, Tierheime und Tierärzte haben sich bisher vorbildlich für die Tiere eingesetzt, indem sie sich weiter bemühen, Katzen zu kastrieren und sich um die verwilderten Tiere kümmern.

Stand
Legislatur
  • 17. Wahlperiode
PM-Nummer
1536
Abgeordnete
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