SPD gratuliert Roland Jahn zur Wahl
Die SPD-Bundestagsfraktion gratuliert Roland Jahn zu seiner Wahl als Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Mit seiner Biografie und seinem Engagement für Bürgerrechte ist er eine überzeugende Person für dieses Amt.
Vor ihm liegen zentrale Herausforderungen für die Zukunft der Stasi-Unterlagen-Behörde. Dabei spielt die politische Aufklärungsarbeit eine wichtige Rolle. Es ist von großer Bedeutung, dass sich die Behörde in ihrer Arbeit ganz besonders an junge Menschen richtet und aufzeigt, welche fürchterlichen Folgen es für die Gesellschaft und jeden einzelnen haben kann, wenn die Staatsmacht demokratische Grundsätze missachtet und grundlegende Menschenrechte ignoriert.
Zwei Jahrzehnte nach dem Ende der DDR gehen bei der Stasi-Unterlagen-Behörde weiterhin zahlreiche Anfragen und Anträge ein. Das zeigt die immer noch große Bedeutung ihrer Arbeit. Es ist daher außerordentlich wichtig, dass Menschen weiterhin nachforschen können, ob und wie Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte unter den Repressalien der Staatssicherheit gelitten haben. Durch die besonderen Regelungen für Medien, Forschung und Wissenschaft ist es zudem möglich, die Strukturen dieses menschenverachtenden Systems offenzulegen.
Die Arbeit des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen ist nicht darauf beschränkt, das überstandene Unrechtssystem der DDR aufzuarbeiten. Wir brauchen neben der Forschung auch einen breiten pädagogischen Ansatz politischer Aufklärungs- und Bildungsarbeit, der sich zudem nicht nur auf die neuen Länder beschränken darf.