Somalia: Milizen nehmen Tod hungernder Menschen in Kauf
"Am Horn von Afrika spielt sich derzeit eine humanitäre Katastrophe unfassbaren Ausmaßes ab. Über 12 Millionen Menschen sind von der anhaltenden Dürreperiode betroffen. In Somalia brauchen hunderttausende Menschen, vor allem Kinder, dringend Nahrungsmittel. Es ist grausam und menschenverachtend, dass die radikal-islamischen Al-Shabaab-Milizen den internationalen Hilfsorganisationen den Zugang zum Süden verwehren. Damit wird der Tod tausender Menschen bewußt in Kauf genommen.
Die vom Welternährungsprogramm angekündigte Luftbrücke kann helfen, die notleidende Bevölkerung zumindest teilweise besser zu versorgen. Es ist aber auch wichtig, dass weiterhin gespendet wird, damit wenigstens die Menschen in den nicht von den Milizen kontrollierten Gebieten versorgt werden können. Die Bundesregierung ist aufgefordert, die bisher zugesagte Soforthilfe von rund 15 Millionen Euro umgehend aufzustocken."