Pressemitteilung

Olympia 2018: Bundesregierung spielt auf Platz, Deutschland verliert

Zur Vergabe der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 durch das IOC in Durban erklärt der sportpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Martin Gerster:

Die SPD-Bundestagsfraktion bedauert die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gegen die Vergabe der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 nach Deutschland. Durch eine lange Zeit nur halbherzige Unterstützung hat die Bundesregierung dazu beigetragen, eine großartige Chance, Deutschland als Land des Sports darzustellen, zu verspielen.

Erst in den vergangenen Monaten wurde die Bewerbung mit Nachdruck durch die Bundesregierung unterstützt. Erst im Mai kam es zu einem Treffen der Bundeskanzlerin mit der Evaluierungskommission. Die Zeit davor war von Reibereien zwischen dem Bund und dem Freistaat Bayern über die Kompetenzaufteilung und die finanziellen Verpflichtungen gekennzeichnet. Ebenso nachteilig dürfte sich der Mangel an strategischem Weitblick im Umgang mit lokalen Protesten wie dem Grundstücksstreit in Garmisch-Partenkirchen auf die Bewerbung ausgewirkt haben.

Die SPD hat die Bewerbung von Anfang an mit Nachdruck unterstützt und ist grundsätzlich dazu bereit, auch zukünftige Initiativen des deutschen Sports zu unterstützen. Nach dem Scheitern der Olympia-Bewerbungen von Leipzig, Berlin und München bedarf es jedoch zunächst einer schonungslosen Bilanz, wie es zu dieser Negativserie gekommen ist, bevor man einen Neuanlauf wagt.

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  • 17. Wahlperiode
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834
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