Anlässlich der heutigen Abstimmung im Europäischen Parlament über den Entwurf einer Lebensmittelinformationsverordnung und der diesbezüglichen Debatte im Verbraucherausschuss des Bundestages erklärt die zuständige Berichterstatterin der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der SPD-Bundestagsfraktion Iris Gleicke:

Wir brauchen eine klare Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, damit Verbraucherinnen und Verbraucher einfach vergleichen und bewusst entscheiden können, was sie essen. Die Einführung des "Nährwertkästchens", also der sogenannten GDA-Kennzeichnung, reicht hierzu nicht aus und ist irreführend. Die Nährwertangaben werden hierbei für variable Portionsgrößen angegeben und bieten somit lediglich eine abstrakte Vergleichsmöglichkeit.

Die Angaben auf dem Etikett müssen einfach, vergleichbar, überschaubar und leicht verständlich sein. Sie müssen auch ohne große Rechenkünste die Entscheidung am Regal im Supermarkt ermöglichen. Die Ampelkennzeichnung leistet insbesondere bei zusammengesetzten Produkten wie Tiefkühlpizza, Müsli oder Fertiggerichten Aufklärungsarbeit.

Bundesministerin Aigner muss nun endlich auf die Forderungen der Verbraucherinnen und Verbraucher hören und sich für ein verbindliches Ampelkennzeichnungssystem einsetzen - entweder EU-weit oder zumindest national.