Ministerin Schröder verstrickt sich in Widersprüche
Ministerin Schröder hält - trotz heftiger Kritik von Trägern, Verbänden und Ländern - an ihrem Vorhaben, einen sogenannten "freiwilligen Zivildienst" einzuführen, fest. Dabei konnte sie nicht überzeugend erklären, warum sie nicht stattdessen ganz auf den Ausbau der Jugendfreiwilligendienste setzt. Denn zum einen behauptete sie, der Ausbau der Jugendfreiwilligendienste stoße an "finanzverfassungsrechtliche" Grenzen. Im gleichen Atemzug kündigte sie aber an, neben ihrem "freiwilligen Zivildienst" die Jugendfreiwilligendienste weiter ausbauen zu wollen.
Der Verdacht erhärtet sich, dass es hier nicht um eine sinnvolle Anschlusslösung für den Fall geht, dass der Zivildienst als Ersatzdienst entfällt. Mit dem Konstrukt eines "freiwilligen Zivildienstes" scheint die Ministerin vielmehr eigene Aufgabenbereiche und Einflussmöglichkeiten für sich sichern zu wollen.