Minijobs sind ein Einfallstor für Lohn- und Sozialdumping und erhöhen die Gefahr von Altersarmut insbesondere für Frauen. Im Vergleich zu herkömmlichen Vollzeitjobs werden Minijobs schlechter bezahlt und sind schlechter sozial und arbeitsrechtlich abgesichert. Im Krankheitsfall wird der Lohn oft nicht weitergezahlt und der Urlaubsanspruch nicht gewährt, obwohl hier dasselbe Arbeitsrecht gilt wie bei Vollzeitstellen. Das hat ein Fachgespräch mit Sachverständigen der Arbeitsgruppe Gleichstellungspolitik der SPD-Bundestagsfraktion bestätigt.

Minijobs benachteiligen massiv vor allem Frauen, denn zwei Drittel aller Minijobs wird von Frauen ausgeübt. Für sie sind Minijobs allerdings oft die einzige Beschäftigungsmöglichkeit und werden schnell zur Falle. Denn der Übergang in den ersten Arbeitsmarkt findet nicht statt.

Es ist daher höchste Zeit die Problematik anzugehen. Eine wöchentliche Stundenbegrenzung, eine stärkere Kontrolle bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und der Einhaltung der gesetzlich geltenden Urlaubsregelung sind unverzichtbar. Wichtig ist zudem ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn.