Lebensqualität im und für das Alter schaffen
Unsere Gesellschaft wird älter und das ist ein Grund zur Freude. Auch Familienministerin Schröder hat dies erkannt und erklärt die Seniorenpolitik zu ihrer Kernpolitik. Umso erstaunlicher ist es, dass wir um die Erhaltung der Infrastruktur der Mehrgenerationenhäuser streiten müssen, der Pflegebedürftigkeitsbegriff noch nicht geändert wurde und die Potenziale des Alters nicht ausreichend gefördert werden, um nur einige Beispiele zu nennen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass ältere Menschen der Ministerin immer dann herzlich willkommen sind, wenn sie der Gesellschaft Kosten sparen. Als Pflegende, als sich ehrenamtlich Engagierende.
Doch die Bundesregierung ist auch in der Pflicht, dem wachsenden Anteil älterer Menschen in Deutschland Unterstützung anzubieten und ihre Lebensleistung entsprechend zu würdigen.
Dazu gehören unter anderem: die Verankerung von Altersfragen als Querschnittsaufgabe, die Förderung von Integration und Teilhabe älterer Menschen, die Anpassung der sozialen Sicherungssysteme an den demographischen Wandel, die Ausrichtung des Arbeitsmarktes auf die Demographie, die Förderung lebenslangen Lernens, die Gleichstellung der Geschlechter, die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Unterstützung pflegender und betreuender Familienangehöriger sowie die Stärkung der Solidarität der Generationen.
Nur durch die konsequente Zusammenarbeit aller beteiligten Ressorts gelingt es uns, mehr Lebensqualität für alle Generationen zu schaffen.