Das Glück der Freiheit
Am Morgen des 10. November 1989 ist ein ganzes Land ungläubig staunend aufgewacht. Der 10. November 1989 war einer dieser seltenen Tage, an dem einem ganzen Land bewusst wird: Von heute an ist nichts mehr wie vorher. 17 Millionen Bürgerinnen und Bürger der DDR standen vor einem neuen Leben. Die Menschen in der DDR haben mutig und mit leidenschaftlicher Beharrlichkeit aufbegehrt und friedlich ihre Freiheit erstritten. Der Fall der Berliner Mauer war ein großes Glück für die Menschen in Ost und West.
21 Jahre später schauen wir wieder staunend zurück. Die Dynamik des Aufbruchs vom November 1989 und die Ausgelassenheit und Freude der Menschen, können wir heute als Ermunterung verstehen: Streiten wir mutig und mit leidenschaftlicher Beharrlichkeit für ein offenes, tolerantes Land, indem wir die Freiheit jedes Einzelnen verteidigen undgleichzeitig für Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit eintreten.
Deutschland ist 1989 über Nacht größer geworden, manche sagen: mächtiger. Vor allem aber ist das Land vielfältiger und reicher geworden, weil unterschiedliche Mentalitäten und Charaktere aufeinander trafen und letztlich zueinanderfanden. Ein aus dem November 1989 abgeleiteter Appell lautet daher auch: Begehren wir auf gegen Brandredner, die versuchen, Menschen unter uns auszugrenzen und die sich gegen die Freundschaft und Aussöhnung mit unseren Nachbarn stellen. Ohne Integration wäre unser Land ärmer. Ohne das Vertrauen unserer Nachbarn gäbe es heute kein vereintes Deutschland.
Freiheit, gute und gleiche Lebens- und Teilhabechancen aller in Deutschland lebenden Menschen sowie die langfristige Sicherung unseres Wohlstandes sind sozialdemokratische Ziele, für die wir mit Leidenschaft eintreten.