Pressemitteilung

Gesundheitsförderung muss verstärkt in Kitas und Schulen ansetzen

Anlässlich der öffentlichen Anhörung im Familienausschuss zum 13. Kinder- und Jugendbericht erklärt die Kinderbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion Marlene Rupprecht:

Damit ein gesundes Aufwachsen und die Inklusion aller Kinder und Jugendlichen gelingen können, müssen die Gesundheitsförderung und Prävention verstärkt in Kindertagesstätten und Schulen ansetzen. Werden benachteiligte Kinder und Kinder mit Behinderung hier optimal gefördert, sind Sonderschulen und andere Sondereinrichtungen langfristig überflüssig. Das wurde in der heutigen öffentlichen Anhörung im Familienausschuss deutlich.

Die Sachverständigen betonten auch, dass eine gute Prävention und Gesundheitsförderung direkt im Lebensumfeld von Familien erfolgen muss. Sinnvoll ist beispielsweise die Beratung von Schwangeren und Eltern mit Neugeborenen durch Hebammen und Familienhebammen. Bestehende Programme und Projekte sollten stärker als bisher systematisch erforscht werden, um Eltern und Kinder optimal zu fördern.

Besonders wichtig ist eine enge Vernetzung der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens und der Behindertenhilfe. Zwar gibt es bereits gut funktionierende Netzwerke im Bereich der frühen Hilfen, aber solche Strukturen existieren nur in bestimmten Regionen. Längst nicht überall in Deutschland sind ausreichendes Personal, Fachwissen und Geld vorhanden, um Netzwerkstrukturen zu fördern.

Die SPD-Bundestagsfraktion sieht Handlungsbedarf beim Thema Kinder- und Jugendgesundheit und hat deshalb den Antrag "Gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen fördern” in den Deutschen Bundestag eingebracht. In dem Antrag sind verschiedene Maßnahmen zur Inklusion, Prävention und Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen enthalten. Beispielsweise fordert die SPD-Bundestagsfraktion eine bessere Rechtsgrundlage für frühe Hilfen, ein bundeseinheitliches Präventionsgesetz und die Verankerung der Inklusion im Kinder- und Jugendhilferecht.

Stand
Legislatur
  • 17. Wahlperiode
PM-Nummer
1436
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