Zukunftskongress der SPD-Bundestagsfraktion

Die Diskussion um „Integration“ und „Menschen mit Migrationshintergrund“ wird leider sehr ungenau geführt und häufig für Polemik, zunehmend auch für Populismus genutzt. Wir möchten die Debatte versachlichen und tatsächliche Probleme des Zusammenlebens deutlicher zur Sprache bringen – gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. Integration gelingt dort am besten, wo alle Menschen in unserem Land die gleichen Chancen auf Teilhabe an der Gesellschaft, auf Bildung und Arbeit erhalten. Zu den wichtigsten Fragen gehört daher, wie wir diese Chancengleichheit realisieren können, damit alle Menschen die Möglichkeit haben, ihre Potenziale optimal auszuschöpfen und für unsere Gesellschaft einzusetzen.

 

 

Um dies zu erreichen brauchen wir Veränderungen in unserem Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt. Zu häufig entscheidet die soziale Herkunft eines Kindes über seinen schulischen und späteren beruflichen Erfolg. Diese enge Bindung muss aufgebrochen werden, besonders dort, wo nicht das Talent oder die Leistung, sondern die Herkunft zur Barriere gemacht wird. Alle unsere Jugendlichen müssen nach der Schule eine Ausbildung bekommen, dafür müssen wir bestehende Strukturen überarbeiten, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber stärker in die Pflicht nehmen und natürlich auch diejenigen würdigen, die mit neuen Ideen bereits erfolgreich an einer Veränderung der bestehenden Situation arbeiten.

Wie Chancengleichheit in der Schule und auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt aussehen kann, diskutierten beim Zukunftskongress:

  • Aydan Özoğuz, MdB, stellvertretende SPD-Vorsitzende und Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion,
  • Mehmet Keskin, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft selbstständiger Migranten e.V.

Moderation:
Dr. Gunilla Fincke, Geschäftsführerin des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration.