SPD Bundestagsfraktion

Organspende
Wie kommen wir zu mehr lebensrettenden Organspenden?

Donnerstag, 29.08.2019

Von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Konferenz- und Beratungszentrum „Der Kleine Prinz“

Schwanenstraße 5-7, 47051 Duisburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

eine Organspende ist oft die letzte Hoffnung schwerkranker Menschen. Fast 10.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Die Zahl der Spenden ist im vergangen Jahr leicht angestiegen. Trotzdem gab es 2018 nur 955 Organspenderinnen und -spender. Die Zahl der postmortal entnommenen Organe lag bei 3.113. Es gibt also zu wenige Organspenden. Darüber wie die Zahl der Organspenden erhöht werden kann, gibt es derzeit eine intensive gesellschaftliche und politische Debatte.

 

Deutliche Verbesserungen gibt es durch das im April in Kraft getretene Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende (GZSO). Damit werden die Transplantationsbeauftragten gestärkt. Entnahmekrankenhäuser werden für den erhöhten Aufwand künftig besser vergütet. Kleine Krankenhäuser werden unterstützt, potentielle Organspenderinnen und -spender zu identifizieren. Abläufe und Zuständigkeiten werden für den gesamten Prozess der Organspende festgelegt. So wird das Vertrauen in die Abläufe der Organspende gestärkt.

 

Der Bundestag wird darüber hinaus noch in diesem Jahr die Zustimmung zur Organspende neu regeln.  Ein Vorschlag sieht eine sogenannte doppelte Widerspruchslösung vor: Jede und jeder wäre dann potentieller Organspender, wenn sie oder er nicht widerspricht. Im Moment müssen alle, die nach ihrem Hirntod Organe spenden wollen, aktiv zustimmen. Ein zweiter Antrag sieht dagegen vor, die bestehende Entscheidungsregelung zu stärken. Im Mittelpunkt stehen ein zentrales Register für Spenderinnen und Spender sowie erweiterte Informationspflichten für Behörden, Ärztinnen und Ärzte.

 

Organspenden retten Leben. Die Organspende wirft aber auch ethische Fragen auf. Wir wollen mit Ihnen über diese Fragen und die vorliegenden Gesetzentwürfe diskutieren. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Bärbel Bas, MdB                      Sabine Dittmar, MdB

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