"Die Regelung der Bundesregierung zu den Managergehältern ist blutleer und wachsweich. Deshalb legt die SPD-Bundestagsfraktion jetzt einen eigenen Antrag vor, der am Donnerstag im Bundestag debattiert wird.

Die Gier muss ein Ende haben und darf nicht durch Regelungen wie Schwarz-Gelb sie umsetzen will befördert werden. Deshalb will die SPD gerade nicht, dass die Hauptversammung die Bezüge festlegt. Denn dort haben in der Regel diejenigen die Mehrheit, die dieses Boni-System gar nicht ändern wollen.

Die SPD will, dass der Aufsichtsrat künftig klare Obergrenzen für Managergehälter definiert. Die Vergütung muss sich stärker am Gemeinwohl und an einer vertretbaren Relation zum durchschnittlichen Gehalt der Arbeitnehmer orientieren. Gehälter und Abfindungen dürfen nur bis 500.000 Euro komplett steuerlich als Betriebsausgabe abgesetzt werden.

Der Aufsichtsrat muss verpflichtet werden, die variablen Gehaltsbestandteile auch an sozialen, ökologischen und ökonomisch nachhaltigen Kriterien zu orientieren. Und es soll leichter als bisher möglich sein, Gehälter und Abfindung zu kürzen, wenn es Unternehmen wirtschaftlich schlechter geht."