Auch auf europäischer Ebene beginnt in der Frage der Biopatente das Umdenken. Erzeugnisse und Nachkommen aus herkömmlichen Züchtungsverfahren in der Pflanzen- und Tierzüchtung dürfen nicht mehr patentierbar sein. Das EU-Parlament hat heute ein deutliches Signal an die Europäische Kommission gesandt, sich endlich mit einer Konkretisierung der EU-Biopatentrichtlinie zu befassen, erklärt Matthias Miersch.

 

Hier wird ein deutliches Signal an die Europäische Kommission gesandt, sich endlich mit einer Konkretisierung der EU-Biopatentrichtlinie zu befassen. Auch auf europäischer Ebene beginnt in dieser Frage das Umdenken. Erzeugnisse und Nachkommen aus herkömmlichen Züchtungsverfahren in der Pflanzen- und Tierzüchtung dürfen nicht mehr patentierbar sein. Der Deutsche Bundestag hat mit seinem Antrag dazu im Februar den ersten Schritt gemacht, nun ist die EU am Zug. Die jetzige Richtlinie lässt zu viel Spielraum für die Erteilung von Patenten. Große Konzerne erhalten Monopole und steigern ihre Marktmacht. Kleine mittelständische Züchter werden vom Markt gedrängt und Bauern in Abhängigkeiten gebracht, die zum Schluss zu einer Verarmung der biologischen Vielfalt führen.

 

Der Entschließungsantrag der EU-Parlamentarier spricht sich ganz klar für den Schutz von Innovationen aber auch für die Züchterfreiheit aus. Erzeugnisse aus konventioneller Zucht und herkömmliche Züchtungsverfahren dürfen nicht patentierbar sein.