Beim teuersten Forschungsprojekt Europas, dem Fusionsreaktor ITER, kommt die deutsche Industrie auch weiterhin kaum vor. Noch immer ging kein einziger Auftrag über 100 Millionen Euro an deutsche Unternehmen, musste das Bundesforschungsministerium auf Verlangen der SPD-Fraktion nun kleinlaut einräumen. Ministerin Schavan endlich aus ihrer Zuschauerrolle kommen und hierzulande schlagkräftige und professionelle Managementstrukturen aufbauen, fordert Klaus Hagemann.
Beim teuersten Forschungsprojekt Europas, dem Fusionsreaktor ITER, kommt die deutsche Industrie auch weiterhin kaum vor. Noch immer ging kein einziger Auftrag über 100 Millionen Euro an deutsche Unternehmen, musste das Bundesforschungsministerium auf Verlangen der SPD-Fraktion nun in einem Bericht an den EU-Unterausschuss kleinlaut einräumen.
Die Beteiligung der deutschen Industrie "ist nach wie vor unbefriedigend", beklagt die Bundesregierung darin selbst die Situation. Über eine zentrale großvolumige Vergabe sei nach Monaten der Verhandlung noch immer nicht entschieden, heißt es in der Stellungnahme weiter.
Ministerin Schavan muss angesichts der Auftragsflaute endlich aus ihrer Zuschauerrolle kommen und hierzulande schlagkräftige und professionelle Managementstrukturen aufbauen. Nur so lässt sich eine dem Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland und den gezahlten finanziellen Beiträgen angemessenen industrielle Beteiligung an dem Projekt erreichen. Die Präsentation des Ministeriums im EU-Unterausschuss war schlicht peinlich. Erfolgreiche Technologiepolitik sieht jedenfalls ganz anders aus.