Die Einführung des Bewerbungssystems für zulassungsbeschränkte Studiengänge soll verschoben werden. Das sind schlechte Nachrichten für Studierende und die Hochschulen, die sich jedoch angekündigt haben. Bereits in dem Fachgespräch des Bildungsausschusses vor wenigen Wochen war davon die Rede, dass das System nicht auf Biegen und Brechen eingeführt werden soll. Und das, obwohl es in seinen Leistungsmerkmalen bereits erheblich abgespeckt wurde.

Jetzt muss eine schonungslose Fehleranalyse vorgenommen werden. Die Länder, die Hochschulen, der Stiftungsrat und der Bund müssen sich umgehend zusammensetzen, um Konsequenzen zu beraten, damit es in einem neuen Anlauf tatsächlich mit einem bundesweit funktionierenden Zulassungsverfahren klappt. Die Bundesregierung sollte dabei endlich das Heft in die Hand nehmen und eine führende Rolle übernehmen. Notfalls muss der Bund auch Gebrauch von seiner Kompetenz machen und ein Bundeszulassungsgesetz verabschieden.