Der vom Kabinett beschlossene Entwurf eines Bundeskinderschutzgesetzes greift mit dem Einsatz von Familienhebammen, der Stärkung von Prävention und besserer Vernetzung Vorschläge der SPD auf. Kristina Schröder bleibt aber mutlos und zaghaft. So bleibt völlig offen, wie dauerhaft wirkungsvoller Kinderschutz vor Ort finanziert werden kann. Die in Aussicht gestellten Bundesmittel, die nur zeitlich befristet zur Verfügung stehen, sind nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn nur mit dauerhaft finanzierten und gesicherten Strukturen in den Städten und Gemeinden können wir Eltern und Kinder nachhaltig und spürbar besser unterstützen.
Auch für die Schnittstellenprobleme zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitssystem bleibt die Bundesjugendministerin eine Lösung schuldig. Deshalb ist für uns klar: Der Gesetzentwurf ist halbherzig. Wir werden mit Änderungsanträgen nachbessern.