Die SPD fordert in ihrem Antrag einen "Verbrauchercheck" für Gesetze und ein Gesamtkonzept zum Ausbau der modernen verbraucherbezogenen Forschung. Neue wissenschaftliche Ansätze der Verhaltensökonomik müssen aufgegriffen und systematisch erforscht werden, wie das tatsächliche Verhalten von Verbrauchern durch gesetzliche Regelungen beeinflusst wird.

Wie wollen Verbraucher informiert werden, wie müssen die Informationen aussehen und wo müssen sie zugänglich sein, um alltagstauglich, verständlich und für Verbraucher schnell und unkompliziert im Bedarfsfall abrufbar zu sein? Woran orientieren sich Verbraucherinnen und Verbraucher bei ihren Entscheidungen tatsächlich? Bisher bleiben solche Fragen bei den Vorhaben der Bundesregierung völlig unberücksichtigt.

Verbissen hält Schwarz-Gelb am Leitbild des "homo oeconomicus", des ausschließlich rational entscheidenden Verbrauchers fest. Er soll selbst zuständig sein, wo die Politik versagt. Informiert soll er sein, und dies obwohl in vielen Bereichen die Transparenz fehlt und Informationen unverständlich, gar nicht oder nur schwer zugänglich sind.

Wer gute Gesetze machen will, braucht mehr empirisches Wissen über das tatsächliche Verhalten des Verbrauchers. Die Verhaltensökonomie kann hierzu einen Beitrag leisten. Davon würden nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren, sondern Regulierungen insgesamt effektiver werden.

Die SPD wird nicht locker lassen, wir werden uns verstärkt für dieses Ziel einsetzen: Verbraucherpolitische Instrumente und Maßnahmen müssen endlich den realen Verbraucher im Blick haben und alltagstauglich sein.