Die Mehrgenerationenhäuser sind in Gefahr. In Kürze läuft planmäßig der jährliche Bundeszuschuss aus. Aus diesem Grund sehen sich viele Träger von Mehrgenerationenhäusern finanziellen Schwierigkeiten gegenüber. Die Bundesregierung duckt sich weg, aber: Wegfallende Infrastrukturangebote für Familien und Senioren sind ein fatales Signal. Wir dürfen es uns - gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels - nicht leisten, ein derart erfolgreiches und zukunftsweisendes Programm im Sande verlaufen zu lassen.

Verschiedene Generationen leben, arbeiten und engagieren sich gemeinsam unter einem Dach - das ist ein sichtbarer Erfolg in unserer sich wandelnden Gesellschaft. Bundesseniorenministerin Schröder hat dies offensichtlich noch nicht ausreichend erkannt. Denn sonst würde sie aktiv werden, um die mühsam vor Ort aufgebaute Infrastruktur der 500 Mehrgenerationenhäuser zu erhalten. Ein Konzept der Ministerin liegt aber bis heute nicht vor und so bleibt für zahlreiche Träger bundesweit ungewiss, wie es mit den Mehrgenerationenhäusern weitergeht.

Die Bundesministerin ist in der Pflicht, gemeinsam mit den Haupt- und Ehrenamtlichen sowie den Ländern und Kommunen ein Anschluss-Konzept zu erarbeiten. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert eine Senioren- und Generationenpolitik, die an bisherige Initiativen anknüpft und keine Projektruinen verursacht.