Die Klimaverhandlungen in Bonn sind ohne nennenswerte Fortschritte zu Ende gegangen. Während in Russland die Wälder brennen und Überschwemmungen in Pakistan und China zu großen Schäden führen und die Notwendigkeit von entschiedenem Handeln beim Klimaschutz aufzeigen, herrschte in Bonn Stillstand und Ideenlosigkeit. Dieses Verhandlungstempo gefährdet den Abschluss von Regelungen für Teilbereiche auf der nächsten Klimakonferenz in Cancún. Aber in Cancún müssen wenigstens Lösungen für die Bereiche Waldschutz, Technologie und Anpassung an den Klimawandel verabschiedet werden.
Die Bundesregierung hat nichts getan und keine positiven Impulse für die Verhandlungen gegeben. Bundeskanzlerin Merkel muss sich endlich dafür einsetzen, dass die Europäische Union ihr Ziel der CO2 Reduktion für das Jahr 2020 von minus 20 auf minus 30 Prozent erhöht. Ansonsten macht sie sich mitschuldig, dass die Klimaverhandlungen nur im Schneckentempo dahin dümpeln.